Sohn entdeckt "Geist" seines verstorbenen Vaters in Rennspiel

von Julian Städing (15. April 2016)

Es gibt Geschichten, die von Anfang an sentimentale Gefühle wecken. Meist basieren diese auf einer fiktiven Vorlage, oder sind direkt aus dem Leben gegriffen: Beruhen die Geschichten dann tatsächlich auf wahren Ereignissen, potenziert sich die emotionale Wirkung meist noch einmal deutlich. Diese wahren Ereignisse müssen dabei nicht immer aus einem Roman entnommen sein - auch im Kommentar-Bereich von Youtube lassen sich ergreifende Erzählungen finden.

Eine dieser ergreifenden Erzählungen wurde nun in einem Video filmisch umgesetzt und zeigt einmal mehr, wie sehr große Gefühle und Videospiele miteinander in Verbindung stehen.

Das Video mit dem Titel "Player Two" (Spieler Zwei) erzählt einen tatsächlich existierenden Youtube-Kommentar nach und adaptiert diesen in Videoform – und das mehr als gelungen.

Der originäre Kommentar lässt sich unter dem Video "Can Video Games be a Spiritual Experience?" (Können Videospiele eine spirituelle Erfahrung sein?) finden und zeigt, wie ein Junge auf den "Geist" seines verstorbenen Vaters trifft.

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Im Alter von 4 Jahren bekam besagter Junge eine original Xbox von seinem damals noch quicklebendigen Vater geschenkt. Zu zweit spielten Vater und Sohn etliche Spiele auf der Konsole und verbrachten eine durch und durch gute Zeit. Nur zwei Jahre später verstirbt der Vater jedoch unerwartet – ein Schock für das Kind.

Doch genau hier kommt die emotionale Wucht von Videospielen einmal mehr zum Tragen: Im gemeinsam gespielten Rennspiel RalliSport Challenge, entdeckt der Junge ganze zehn Jahre später einen nach wie vor existenten Spielstand des Vaters – in Form eines "Geister-Fahrers".

Dieser Geister-Fahrer markiert den Highscore des Vaters, den der Junge nun Tag für Tag zu knacken versucht. Als es ihm dann irgendwann tatsächlich zu gelingen scheint, verzichtet er auf ein Überholmanöver, damit der Geist des Vaters nicht überschrieben wird und für immer im Spiel verbleibt.

Die Botschaft dieser Geschichte ist gleichermaßen simpel und schön: Auch wenn wir mit geliebten Verstorbenen nicht mehr wirklich in Kontakt treten können, bleiben sie uns doch durch persönliche Symbloe erhalten - zum Beispiel in einem Videospiel, das uns an sie erinnert.

Auch in dieser Geschichte spielte ein vermeintlicher Geist auf einem totgeglaubten Server eine Rolle.

Uns hat diese Geschichte sehr berührt. Sagt uns eure Reaktion dazu gerne in den Kommentaren.

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Tags: Video   Multiplayer  

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