League of Legends: Bekannt wegen Beleidigungen? Riot Games sperrt Streamer

von Frank Bartsch (02. Mai 2016)

Ein Streamer, der sich vor allem auf Beleidigungen und nicht allzu sehr auf das Spiel League of Legends konzentriert hat, darf jetzt nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen. Entwickler Riot Games hat den Zocker wegen seiner großen Klappe für immer gesperrt.

Auf der Video-Plattform Twitch gehört der Nutzer "Tyler1" zu einem von Tausenden von Spielern, die sich dabei filmen, wenn sie zocken. Wie sollte er sich also von der Masse abheben? Wie sollte er ordentlich Geld mit seinen Aktionen verdienen können?

Schritt 1: Man nehme ein Spiel, welches auf Twitch recht beliebt ist. Mit League of Legends hat Tyler1 eine gute Wahl getroffen. Das Interesse daran ist groß. Immerhin haben sich 300 Millionen Zuschauer die Weltmeisterschaft von League of Legends angesehen.

Schritt 2: Die Präsentation der Inhalte sollte sich abheben. Eine Präsentation des Intimbereichs während des Spielens finden die Betreiber von Twitch nicht so prall. Außerdem ist Tyler1 männlich. Und bei einem vorwiegend männlichen Publikum dürfte männliche nackte Haut weniger gut ankommen.

Also versucht Tyler1 einen ganz anderen Weg. Er versucht möglichst unfreundlich zu sein. Er begeistert sein Publikum mit stets neuen Beleidigungen und das F-Wort gehört zu seinem meist genutzten Vokabular. Und siehe da - plötzlich erhält Tyler1 Aufmerksamkeit.

Der Streamer bekommt sogar ordentlich Spenden für seine rüde Ausdrucksweise. Dialoge mit seinen Zuschauern fallen in der Regel beleidigend aus und trotzdem beziehungsweise gerade deswegen genießt er eine hohe Aufmerksamkeit. Immerhin hatte er in Spitzenzeiten bis zu 96.000 Anhänger, die regelmäßig bei seinen Spielen dabei waren.

(Quelle: Youtube, loltyler1)

Doch irgendwann sprachen sich andere große Streamer gegen Tyler1 aus. Streamer, die bemüht sind, ein positives Image von League of Legends und Videospielen zu vermitteln, fanden Tylers Präsentation unterste Schublade und kommunizierten das auch so auf ihren eigenen Kanälen, wie das englischsprachige Magazin Kotaku berichtet.

Auch Riot Games, Entwickler von League of Legends ist auf den rüden Tyler1 aufmerksam geworden. Da Riot Games grundsätzlich versucht, Beleidigungen und unfaires Verhalten im Spiel zu unterbinden, reagierte das Studio.

Tyler1 ist nun auf Lebenszeit gesperrt und kann nicht wieder in das Spiel einsteigen. Damit verliert der Streamer seine spielerische Grundlage. Ob er darüber flucht? Vermutlich recht drastisch sogar.

Was haltet ihr davon? Hat "professionelle" Unfreundlichkeit bei so vielen Zuschauern automatisch eine Daseinsberechtigung? Oder seid ihr der Ansicht, dass ohnehin schon zu viele Rüpel im Netz unterwegs sind? Teilte eure Meinung mit anderen Lesern und uns in den Kommentaren!

Tags: Twitch   Online-Zwang   Multiplayer  

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