Disney stellt Disney Infinity ein und steigt als Videospielhersteller aus

von Sören Wetterau (17. Mai 2016)

Schluss, Aus und vorbei: Disney verliert das Vertrauen in seine Spiele- und "Toys to life"-Marke Disney Infinity und stellt die Entwicklung komplett ein. Dies gibt das Unternehmen auf seiner Website bekannt.

Als Gründe dafür nennt Disney den "Mangel an Wachstum im "Toys to life"-Markt" und hohe Entwicklungskosten, die das Geschäftsmodell zu herausfordernd gestalten. Laut der englischsprachigen Seite Venturebeat sank der Umsatz der zuständigen Abteilung für "Spielzeug und Videospiele" auf rund 1,2 Milliarden Dollar (rund 1,05 Milliarden Euro), das Betriebseinkommen fiel sogar um 8 Prozent ab auf rund 357 Millionen Dollar (cirka 313 Millionen Euro).

Aufgrunddessen habe Disney nicht länger das Vertrauen in diesen Geschäftsbereich und schließt zugleich auch den zuständigen Entwickler Avalanche Software. Nach Angaben des Wall Street Journals zufolge werden im Zuge dessen rund 300 Mitarbeiter entlassen.

Disney Infinity 3.0 mit seinem Fokus auf die "Star Wars"-Marke bleibt somit der letzte Ableger der 2013 gestarteten Spielereihe. Dabei konnte vor allem die Sammler-Edition im Uffruppe überzeugen. Die zuvor angekündigten drei Figuren zum kommenden Film Alice im Wunderland - Hinter den Spiegeln und das Playset zu Findet Dori veröffentlicht Disney noch. Die restlichen Playsets zu Marvel und Star Wars werden hingegen nicht mehr fertiggestellt.

Zeitgleich mit der Einstellung von Disney Infinity steigt Disney auch aus dem Videospielgeschäft als Hersteller aus. Zukünftig entwickelt das Unternehmen keine eigenen Spiele mehr, sondern vergibt nur noch Lizenzen. In diesen Rahmen gehört auch die "Star Wars"-Partnerschaft mit Electronic Arts, die schon 2013 eingegangen wurde.

Ob die Einstellung von Disney Infinity einen Einfluss auf die Konkurrenten Skylanders und Lego Dimensions nimmt, bleibt noch abzuwarten. Spielerisch wusste Skylanders Superchargers im Test nicht immer zu überzeugen, während Lego Dimensions zwar das bessere, aber auch teurere Spiel ist. Nintendo kann sich hingegen mit seinen Amiibos zurücklehnen, denn diese verkaufen sich bislang ziemlich gut.

Tags: Singleplayer   Hardware  

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