Treyarch will Call of Duty als Teil der Olympischen Spiele sehen

von Marco Schabel (17. Mai 2016)

E-Sport und die Olympischen Spiele gehören zusammen. Zumindest wenn es nach den Plänen des Entwicklerstudios Treyarch geht. Die Macher von Call of Duty - Black Ops 3 wollen ihr Spiel auf die internationale Sportveranstaltung bringen.

In diesem Jahr finden im brasilianischen Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele statt. Die Disziplinen, in denen dort die besten Sportler der gesamten Welt um Medaillen aus Gold, Silber und Bronze kämpfen, sind bereits nahezu in Stein gemeißelt. Dies gilt aber noch nicht für die Zukunft. Es kommt durchaus vor, dass neue, auch im ersten Moment abwegig erscheinende Disziplinen aufgenommen werden. Nicht dazu gehörte bislang jedoch nicht nur der Denksport Schach, sondern auch der recht neue E-Sport. Ein Umstand, der sich nach Meinung einiger Spieleschaffender und Profi-Sportler ändern sollte. Zu diesen gehört auch Treyarchs Chef für Markenentwicklung Jay Puryear, der sich jüngst in einem Interview mit dem englischsprachigen Magazin Daily Star zu dem Thema äußerte.

Wie der Mitarbeiter der "Call of Duty - Black Ops 3"-Macher Treyarch ausführte, werden derzeit viele Gespräche darüber geführt, wie der E-Sport und speziell die "Call of Duty"-Spiele in eine olympische Disziplin verwandelt werden können. Er könne sich sehr gut vorstellen, wie die besten Spieler aus den USA und Europa gegeneinander spielen. Potenzial und Popularität des Spiels im professionellen Segment würden sich immer mehr ausweiten. Bereits jetzt sei die hauseigene Profi-Liga "Call of Duty World League" in einer starken Position. Dennoch müssten die Spieler und Organisatoren auch weiter gefördert werden.

Nachdem er über die Diskussionen gesprochen hat, Call of Duty zu den Olympischen Spielen zu bringen, wurde Puryear gefragt, ob er glaube, dass der Shooter tatsächlich irgendwann ein Teil der Olympischen Spiele sein werde. "Zu einem gewissen Zeitpunkt in der Zukunft ja", antwortete er darauf.

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Call of Duty - Black Ops 3: Der Vergleich

Erst vor einigen Monaten hatte ein britischer Buchmacher damit begonnen, Wetten auf den Erfolg und Misserfolg derartiger Bestrebungen abzuschließen. Dabei ging es darum, ob der E-Sport irgendwann olympisch wird, und welches Spiel am ehesten das Potenzial hat. Call of Duty selbst war sportlich zum ersten Mal vor zwei Jahren bei den X-Games in Texas vertreten, einer Extremsportveranstaltung in Austin.

Auch traditionelle Sportvereine richten ihr Augenmerk mehr und mehr in Richtung E-Sport. So kauft Schalke 04 kauft ein E-Sport-Team für League of Legends.

Im E-Sport geht es um hohe Preisgelder, was bei manchen Teilnehmern durchaus auch eine kriminelle Seite wecken kann. Unerlaubtes Doping rückt ebenso sehr in den Fokus wie Wettbetrug im großen Stil. Dahingehend gab es auch bereits Verhaftungen.

Tags: Multiplayer   E-Sport  

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