Counter-Strike Global Offensive: Hacker mit Cheat-Tools genarrt

von Dennis ter Horst (22. Mai 2016)

Valve ist zu jeder Zeit damit beschäftigt, seine Spiele von nervigen Parasiten, Schummler (Cheater) genannt, zu befreien. Eine mühsame Arbeit, doch der Hersteller steht nicht alleine da, denn der Spieler "AndroidL" hat bezüglich Counter-Strike Global Offensive selbst die Zügel in die Hände genommen. Was genau ist also passiert?

So hat AndroidL im vergangenen Januar mehrere freie "Hack"-Programme in einem bekannten Cheat-Forum erstellt und verteilt. Was die Nutzer dieses Forums nicht wussten: Bei den Programmen handelte es sich um Zeitbomben. Zuerst funktionierte das Spiel wie gehabt, doch nach einer gewissen Zeit verdrehte sich die Sicht des Spielers total, als würde der Blickwinkel komplett wegkippen.

Zuletzt aktivierte sich noch ein Skript, wodurch die betroffenen Spieler wie Hasen über den Boden hüpften. Auf eine bessere Art und Weise könnte den Entwicklern schon bald nicht mehr geholfen werden, Cheater ausfindig zu machen und zu bannen. Gerade anfangs war die Aufregung groß, da die Programme kurz nach deren Bereitstellung etwa 1.000 Mal heruntergeladen wurden. Valve selbst erkennt schummelnde Spieler übrigens mittels seiner "VAC (Valve Anti-Cheat)"-Methode.

Laut AndroidL hat Counter-Strike Global Offensive ein massives Cheater-Problem. Valve würde dies jedoch nicht ausreichend kommunizieren und heutzutage stände es fast an der Tagesordnung, anzunehmen, dass jemand aus dem gegnerischen Team ein Cheater ist. Aus gewissen Gründen würde Valve auch nicht wirklich offen über diese Thematik reden, wodurch unklar wäre, ob die Entwickler sich wirklich intensiv mit dieser Problematik auseinandersetzen, so AndroidL weiter.

Bei den anfänglichen Erfolgen blieb es jedoch nicht, denn insgesamt wurden die Programme mittlerweile mehr als 5.500 Mal heruntergeladen. Der Bann an sich erfolgte dann, wenn ein Spieler das Hack-Programm lud und immer wieder die Werte der Munition, Lebenspunkte oder Rüstung manipulierte. AndroidL blieb bei der ganzen Angelegenheit übrigens anonym und lud die Programme über eine VPN-Verbindung in das Cheater-Forum. Ein paar seiner Freunde halfen ihm ebenfalls bei der Bewerkstelligung dieser Aufgabe, berichtet AndroidL auf Reddit.com.

Zudem hält AndroidL das "Overwatch"-System für eine gute Sache. Einige qualifizierte und erfahrene Mitglieder der Spielerschaft fungieren hier als virtuelle Wachleute und entscheiden von Fall zu Fall, ob jemand gemogelt hat. Trotzdem wäre auch das Overwatch-Kommando keine ultimative Lösung.

Die meisten öffentlichen und bekannten Hack-Methoden könnten mittels VAC zwar erkannt werden, jedoch sei das Programm darüberhinaus nutzlos. Zuletzt hofft AndroidL darauf, dass er und Valve zusammenarbeiten können, um größere Massen an Cheatern und Schummlern bannen zu können.

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Tags: Hacks   Online-Zwang   Steam  

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