Star Wars Battlefront: Darum hat der Shooter wirklich keine Einzelspieler-Kampagne

von Marco Schabel (08. Juni 2016)

Hersteller Electronic Arts (EA) und Entwickler Dice haben im vergangenen Jahr mit Star Wars Battlefront ein recht kritikträchtiges Spiel abgeliefert. Kritik gab es vor allem aufgrund der fehlenden Einzelspieler-Kampagne. Jetzt wurde endlich verraten, warum diese überhaupt fehlte.

EA gab einige Antworten rund um das vergangene Geschäftsjahr und sah sich einigen unangenehmen Fragen ausgesetzt. Einige davon stammten vom Branchen-Analysten Michael Pachter, der EA vorwarf die NBA-Serie vergeigt, Medal of Honor getötet und mit Star Wars Battlefront ein schlechtes Spiel abgeliefert zu haben. Die dazugehörige Frage war, wie die Firma künftig sicherstellen möchte, dass sich solche Debakel nicht wiederholen. Eine Frage, auf die der "EA Studios"-Vizechef Patrick Söderlund laut dem englischsprachigen Magazin Dualshockers Antworten, aber im Falle von Star Wars Battlefront vor allem eine Erklärung hatte. Denn das Spiel hat nicht, wie zuletzt behauptet, auf eine Kampagne verzichtet, weil die Spieler diese nicht wollen. Stattdessen sah sich EA erneut gezwungen, ein unfertiges Spiel zu veröffentlichen.

"Ich würde mit Ihnen in Sachen NBA übereinstimmen", so Söderlund. "Das ist etwas, woran wir selbst als Unternehmen zu knabbern haben und deshalb einen anderen Plan im Sinn haben, aber wir hoffen es zu korrigieren. Wenn Sie sich aber unser gesamtes Portfolio anschauen, denke ich, sind wir in einer guten Verfassung."

"Wenn es aber um Star Wars Battlefront geht, müssen Sie das von einer anderen Perspektive betrachten", so Söderlund weiter. "Ja wir wissen, dass das Fehlen einer Kampagne ein wirklich großer Kritikpunkt war. Es war eine bewusste Entscheidung die wir aufgrund von Zeitmangel getroffen haben und um das Spiel zusammen mit dem Film zu veröffentlichen, damit wir die größtmögliche Aufmerksamkeit haben. Ich denke, das Team hat ein wirklich gutes Spiel auf der Prämisse entworfen, die wir hatten, und ich würde sagen, dass sich das Spiel für uns als Erfolg erwiesen hat."

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Star Wars Battlefront: So gut sieht der Toddyhancer aus

Während EA damit zufrieden ist, dass sich Star Wars Battlefront mehr als 14 Millionen Mal verkauft hat, liegt die Durchschnittswertung des Spiels aktuell bei 75 von 100 möglichen Punkten. "Sind wir glücklich mit den Wertungen? Nein. Ist das etwas, was wir in Zukunft beheben wollen? Auf jeden Fall", heißt es abschließend.

Ob aber das bereits bestätigte Star Wars Battlefront 2 mit einer Kampagne daherkommt, ist weiter unklar. Später betonte Söderlund jedoch, dass dem Unternehmen mittlerweile bewusst sei, dass auch Shooter neben einem Online-Mehrspieler auch eine Einzelspieler-Kampagne benötigen. Auch die fehlende Tiefe von Star Wars Battlefront wird dementsprechend zukünftig "korrigiert". Vielleicht wäre dann auch der Schauspieler von Finn aus Star Wars Episode 7 zufrieden, der eine Kampagne forderte.

Bis dahin hat EA aktuell zwei "Star Wars"-Spiele in Arbeit, die eine deutlich narrativere Herangehensweise versprechen. Unter Mitarbeit der Uncharted-Autorin Amy Hennig arbeitet das Studio Visceral Games an einem Action-Abenteuer, während jüngst bekannt gegeben wurde, dass auch die Titanfall-Macher von Respawn Entertainment ein "Star Wars"-Spiel in Arbeit haben.

Tags: Multiplayer   Singleplayer   Star Wars  

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