Millionenklage gegen Valve: Angeblich "Feindliches Arbeitsumfeld" und Ausnutzung Minderjähriger

von Sören Wetterau (31. Mai 2016)

Ex-Angestellte verklagen ehemaligen Arbeitgeber: Nachdem dies zuletzt schon Rockstar Games passierte, sieht sich angeblich nun auch Steam-Betreiber Valve mit einer Klage konfrontiert.

Eine ehemalige Spanisch-Übersetzerin fordere insgesamt 3,15 Millionen Dollar Schadenersatz für entgangene Löhne der letzten Jahre, sowie zugefügte seelische Schmerzen, wie die englischsprachige Website Polygon berichtet. Die Klageschrift spreche von einem "feindlichen Arbeitsumfeld" bei Valve, sowie Ausnutzung von Minderjährigen, die Valve für Übersetzungen beauftragt haben soll.

Die Ex-Mitarbeiterin, welche für die Öffentlichkeit anonym gehalten wird, bat ihre Vorgesetzten angeblich um eine Verlegung ihres Arbeitsplatzes von Washington nach Los Angeles, da sie sich einer operativen Geschlechtsumwandlung unterzog. Valve habe dem Antrag zugestimmt, ihren Angestelltenstatus aber in eine "unabhängige Auftragnehmerin" geändert. Laut ihren eigenen Aussagen leistete sie von 2012 bis 2016 dieselbe Arbeit wie zuvor, verlor jedoch sämtliche Vorzüge eines regulären Angestellten, darunter unter anderem eine Krankenversicherung.

Des Weiteren soll sich durch die Geschlechtsumwandlung ein diskriminerendes und feindliches Umfeld entwickelt haben. Die Klägerin behauptet, dass ein direkter Vorgesetzter sie nach der Operation als "es" bezeichnete. Dies sei jedoch noch nicht der schwerste Vorwurf, so der Bericht weiter.

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In der Klageschrift werde außerdem der Vorwurf angeführt, dass Valve wiederholt für seine Übersetzungsrarbeiten Minderjährige engagiere. Diese habe das Unternehmen mit den Vorwand gelockt, dass gute Arbeiten zu einer Anstellung im Unternehmen führen - dieser Fall sei jedoch nie eingetreten. Nachdem die Klägerin jene Missstände bei der Personalabteilung meldete, sei ihr Vertrag gekündigt worden. Daraufhin reichte sie Klage zum 12. April 2016 ein.

Die dort aufgeführte Klagesumme setzt sich aus einer Million Dollar abstraktem Schadensersatz, einer Million Dollar kontretem Schadensersatz, einer Million Dollar Verdienstausfall und 150.000 Dollar entgangenen Löhnen. Zusätzlich kommt noch ein Strafzuschlag durch das Gericht hinzu, welcher noch nicht festgelegt ist.

In einem Schreiben vom 20. Mai bestreitet Valve die Vorwürfe. So heißt es, dass der Job der Klägerin überflüssig geworden wäre, nachdem Valve ihre Stelle in Washington neu besetzt habe. Aufgrunddessen wurde der Arbeitsvertrag nicht erneuert. Die Klägerin weist jedoch in ihrer Klageschrift darauf hin, dass sie ihren Vorgesetzten anbot, dass sie nach ihrer Operation nach Washington zurückkehrt. Valve habe diesen Antrag jedoch abgelehnt.

Die Anwälte des Unternehmens ersuchen aktuell eine Möglichkeit die Klage abzuweisen.

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