Overwatch: 13 Stunden täglich mit Energy Drinks zu Level 100

von Micky Auer (06. Juni 2016)

Seit cirka zwei Wochen rotieren Datenträger mit Overwatch in über sieben Millionen Laufwerken auf der ganzen Welt. Ebenso viele Spieler haben sich für Blizzards neuen Shooter registriert und kommen so auf insgesamt fast 200 Millionen Spielstunden. Einer hebt sich durch besonderen Eifer aus der Menge hervor.

Ein ehemaliger Soldat der US-Streitkräfte, im Netz als "FenderOvewatch" bekannt, hat innerhalb der ersten Woche nach Verkaufsstart von Overwatch satte 92 Spielstunden investiert. Das sind etwa 13 Stunden pro Tag. Sein Ziel: Er wollte als erster Spieler Level 100 erreichen. Damit er das auch unter Beweis stellen kann, streamte er seinen Spielemarathon auf Twitch, so dass die ganze Welt daran teilhaben konnte. Zusätzlich beantwortete er noch Fragen interessierter Zuseher und Spieler auf Reddit.com.

"Ich will nicht lügen. In manchen Nächten habe ich mich schon gefragt, was ich da eigentlich mache. Ach ja, stimmt: Payload. LOL!", ist von FenderOverwatch dort zu lesen. Wie schafft man es aber, 13 Stunden täglich bei voller Konzentration ein für die Sinneswahrnehmungen anstrengendes Videospiel zu spielen? Dabei griff der Marathon-Zocker auf drastische und nicht unbedingt gesunde Maßnahmen zurück: Seine Freundin hat ihn mit Energy-Drinks versorgt. Allerdings gibt er an, er hätte davon wesentlich weniger konsumiert als zuvor angenommen. "Nur" etwa ein Liter pro Tag sei ihm die Kehle hinuntergeflossen. (Bitte nicht nachmachen.) "Witzige Geschichte: Meine Freundin hat mir acht Dosen Red Bull und zwei Träger "Monster" besorgt. Dann hab ich es nur geschafft, vier Dosen Red Bull zu trinken", berichtet FenderOverwatch.

Bei dem gewaltigen Vorhaben stand für den Ex-Soldaten vor allem ein Charakter besonders im Mittelpunkt, nämlich die eher offensiv ausgerichtete Pharah. Ganze 30 Stunden spielte er allein mit ihr. In 92 Stunden gelangen ihm 11.000 Kills und er musste selber 5.500 Mal sein Bildschirmleben aushauchen. Insgesamt konnten er und sein Team letzten Endes knapp mehr Siege als Niederlagen davontragen.

Unterdessen geht Hersteller Blizzard knallhart gegen Schummler in Overwatch vor. Bereits vor Tagen wurden 1.500 Spieler gesperrt, die es partout nicht lassen wollen, auf technische Helferlein zurückgreifen, um sich im Spiel einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Und auch an anderer Front hat Blizzard zu kämpfen. Denn die Figuren aus Overwatch erfreuen sich in manchen Kreisen höchster Beliebtheit und finden ihren Weg in Zeichnungen und selbst gebastelte Videos. Allerdings haben die pornografische Inhalte und Blizzard geht strikt dagegen vor.

Mit Overwatch ist Blizzard scheinbar wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Warum sich das Spiel aktuell so großer Beliebtheit erfreut, erfahrt ihr auch im Test: "Overwatch: Blizzards Versuch einer Shooter-Revolution"

Tags: Science-Fiction   Online-Zwang   Multiplayer   Twitch   Fun  

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