Razer kündigt neue VR-Brille an - Günstiger als die PC-Konkurrenz

von Sören Wetterau (27. Juni 2016)

Die Virtuelle Realität ist die Zukunft, so das Motto einiger Entwickler und Branchenkennern. Für diese Zukunft heißt es jedoch auch tief in die Taschen greifen: Oculus Rift kostet satte 700 Euro, für die HTC Vive werden sogar 900 fällig - das alles noch ohne Versandkosten.

Der Hardware-Hersteller Razer möchte hier ansetzen und veröffentlicht die zweite Generation seiner eigenen VR-Brille, die im Rahmen des Projekts "Open Source VR" vertrieben wird, für 400 Dollar (rund 350 Euro). Die offene Plattform spricht sich gegen Exklusivinhalte aus und möchte Entwickler dazu ermutigen neue Spiel- und Softwareideen für die virtuelle Realität auszuprobieren.

Bei der neuen Razer-Brille handelt es sich, anderes als bei den Konkurrenten von Oculus und HTC, noch um keine Konsumentenversion, sondern um ein "Hacker Development Kit 2.0". In erster Linie spricht Razer damit also die Leute an, die auf Experimente stehen und mit Fehlern leben können. Technisch erhaltet ihr für den vergleichsweise geringen Preis ein durchaus ordentliches Gerät, wie die englischsprachige Website Venturebeat berichtet.

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Die Gesamtauflösung liegt bei 2160x1200 Pixel, verteilt auf zwei OLED-Bildschirme, die mit einer Bildwiederholrate von 90 Hertz laufen. Der Fliegegengittereffekt, welcher die deutlische Unterscheidbarkeit einzelner Pixel beschreibt, soll in der zweiten Generation der Vergangenheit angehören. Zusätztlich gibt es eine mit Infrarot-Lichtern versehene Frontabdeckung und eine Infrarotkamera, wodurch sogar 360 Grad-Drehungen erfasst werden. Wer gerne seine Hände in VR-Spielen benutzen möchte, kann alternativ eine Abdeckung mit "Leap Motion" verwenden und zusätzliche Sensoren erwerben.

Mit der Veröffentlichung der neuen Razer VR-Brille bringt "Open Source VR" außerdem einen Fond in Höhe von 5 Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) an den Start. Mithilfe des Geldes möchte die Initiative Studios fördern, die VR-Inhalte anfertigen. Unter anderen möchte Razer das Geld für den Kauf von Aktivierungskey der VR-Spiele nutzen, um diese anschließend Presse und Streamern zur Verfügung zu stellen. Die Studios werden dadurch finanziell unterstützt und das Projekt erhält mehr Aufmerksamkeit, so der Plan des Hardware-Herstellers.

Wer noch etwas weniger Geld ausgeben möchte, kann weiterhin zur ersten Generation greifen, die technisch noch etwas weniger stark ausfällt. Diese kostet dafür nur noch rund 300 Dollar (rund 265 Euro). Alternativ könnt ihr auch auf den 12. Oktober 2016 warten, denn dann erscheint für 399 Euro PlayStation VR für die PlayStation 4.

Tags: Oculus Rift  

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