The Legend of Zelda: Darum wurden die Spiele so oft verschoben

von Marco Schabel (04. Juli 2016)

Das für das kommende Jahr angesetzte The Legend of Zelda - Breath of the Wild ist nicht der erste Ableger der 30 Jahre alten Serie, der letztlich mehr Zeit benötigte, als ursprünglich geplant. Auch viele andere Teile kamen in den letzten 20 Jahren erst lange, nachdem sie erscheinen sollten, tatsächlich auf den Markt. Gegenüber dem englischsprachigen Magazin Kotaku haben Serienschöpfer Shigeru Miyamoto und Serienproduzent Eiji Aonuma auch erklärt, warum das so ist.

Angefangen hat die 3D-Karriere von The Legend of Zelda vor knapp 20 Jahren. Damals, im Jahre 1997, sollte The Legend of Zelda - Ocarina of Time für Nintendo 64 erscheinen. Auf den Markt kam es jedoch erst ungefähr ein Jahr später. Gleiches gilt für das eigentlich für 2002 angesetzte The Legend of Zelda - The Wind Waker, das erst 2003 erschien, und das 2005 geplante, aber erst 2006 im Umlauf gebrachte The Legend of Zelda - Twilight Princess. Nun hat es auch das nächste Spiel erwischt, das eigentlich einmal „ganz sicher“ 2015 exklusiv für die Wii U erscheinen, dann „auf jeden Fall“ 2016 das Licht der Welt erblicken sollte und jetzt als Wii U und NX-Spiel 2017 erscheinen soll.

Ginge es nach Miyamoto, würde er am liebsten erst gar keine Veröffentlichungstermine nennen. Er habe aber leider die Pflicht, genau dies zu tun und in Kauf zu nehmen, dass Nintendos einzige regelmäßig verspätete Serie auch weiterhin mit ihren Terminen zu kämpfen hat. Auch der jetzige Herr der Serie bedauert entsprechende Entscheidungen. „Wenn wir an den Veröffentlichungszeitraum für irgendein Zelda-Spiel denken, dann wollen wir es so schnell wie möglich veröffentlichen, damit es jeder spielen und erfahren kann“, so Eiji Aonuma.

„Aber jedes Mal, wenn wir ein Zelda machen, dann wollen wir etwas Neues machen“, heißt es weiter. „Es ist schwer einzuschätzen, wie viel Zeit das benötigen wird. Und es ist schwer einzuschätzen, zu welchem Punkt wir das Neue als fertig einschätzen. In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass das, was wir erreichen wollen, viel mehr Zeit benötigt, als wir veranschlagt haben. Das ist der Grund, warum es eine Verspätung gibt, wenn die Entwicklung Schwierigkeiten hat. Die Leute um uns herum sagen dann immer, dass es das letzte Mal sei.“

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Die Zelda-Reihe im Überblick

Wie Shigeru Miyamoto weiter ausführt, gibt es während der Entwicklung eines „The Legend of Zelda“-Spiels zwei Möglichkeiten für eine Verspätung. „Ein Grund könnte sein, dass die Richtung einfach noch nicht entschieden wurde, was wahrscheinlich die schlimmste Art einer Verzögerung ist. Die andere Art der Verspätung ist, wenn die Richtung entschieden wurde, es aber Zeit benötigt, dies auch in die Realität umzusetzen. Also es hat uns sechs Monate gekostet, dies zu tun, es wird ein Jahr dauern, das zu machen.“

Geht es um The Legend of Zelda - Breath of the Wild, hat die Neuartigkeit des Spiels wohl eine große Rolle gespielt. Es war für die Verantwortlichen bei Nintendo schlicht schwer einzuschätzen, wie lange sie für das Spiel benötigen werden. Die Entscheidung wurde dabei aber weder von Eiji Aonuma, noch von Shigeru Miyamoto getroffen. Insbesondere Aonuma habe daran geglaubt, dass das angestrebte Zeitfenster eingehalten werden kann und musste erst auf schmerzliche Weise vom Gegenteil überzeugt werden.

Tags: Eiji Aonuma   Shigeru Miyamoto  

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