League of Legends: Hacker muss nicht ins Gefängnis

von Matthias Kreienbrink (04. Juli 2016)

Im Jahr 2011 gab es mehrfach heftige Attacken auf die Server des MOBAs League of Legends. Dabei wurden Konten des Onlinespiels gehackt und es wurde sich Zugriff auf die Kontodaten der Nutzer verschafft. Wir berichteten damals über den Angriff auf League of Legends.

Nun wurde einer der beteiligten Hacker, der Australier Shane Stephen Duffy, verurteilt. Dies berichtet das englischsprachige Magazin Kotaku. Zwar konnte ihm nicht nachgewiesen werden, direkt an den Angriffen auf die Server involviert gewesen zu sein, doch wurde Duffy in folgenden Punkten für schuldig erklärt:

  • Betreiben eines Unternehmens, welches die gehackten Nutzerdaten weiterverkaufte
  • Hacken des Twitter-Accounts von Marc Merril, dem Chef von Riot Games, das Entwicklerstudio hinter LoL
  • Senden von Droh-Mails an Riot Games

Verurteilt wurde der Australier zu einer Strafe von zweieinhalb Jahren, jedoch zur Bewährung. Duffy muss die Strafe also nicht im Gefängnis absitzen.
Bei dem Verurteilten wurde Autismus diagnostiziert - für seinen Rechtsanwalt ein Grund, ihn als nicht voll zurechnungsfähig zu entlasten.

Was haltet ihr von dieser Rechtsprechung? Hat das australische Gericht richtig gehandelt, oder hättet ihr eine härtere Strafe verhängt?

Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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