Pewdiepie: Der Youtuber hält gegen die Betrugsvorwürfe um gesponserte Inhalte von Warner Bros.

von Marco Schabel (15. Juli 2016)

Quelle: PewdiepieQuelle: Pewdiepie

Vor einigen Tagen wurde der Spielehersteller Warner Bros. wegen Schleichwerbung für Mittelerde - Mordors Schatten von der Kartellbehörde in den Vereinigten Staaten verwarnt. Mittendrin im Skandal, über den auch spieletipps berichtete, ist der weltweit wohl bekannteste und erfolgreichste YouTuber der Welt: Pewdiepie. In einem neuen Video erklärt er, dass er sich keiner Schuld bewusst sei.

Im Gegenzug holt er aus gegen sogenannte Clickbait-Überschriften, die laut seiner Auffassung mit seinem Namen Profit aus der Berichterstattung um diese Angelegenheit ziehen wollen.

Demnach stellt Felix Kjellberg, besser bekannt als Pewdiepie, in seinem Video klar, dass er keineswegs auf irreguläre Art in diesen Skandal verwickelt sei, auch wenn insbesondere die Überschriften vieler internationaler Medien und auch der Pressetext der amerikanischen Kartellbehörde ihn besonders hervorheben und den „weithin bekannten Pewdiepie“ als einzigen namentlich nennen. Dies liegt laut dem Video-Ersteller vor allem daran, dass er der populärste Youtuber sei, der in die Sache verwickelt ist. Sein Video zum Spiel alleine erzielte immerhin 3,7 Millionen Aufrufe. Außerdem ist Pewdiepie eine der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt.

Warner Bros. wurde verwarnt, weil das Unternehmen 2014 sogenannten „Influencern“ („Beeinflussern“, zum Beispiel Youtubern) Geld gegeben hat, damit diese positiv über Mittelerde - Mordors Schatten berichten. Einen Hinweis in den Videos, dass es sich um vom Spielehersteller bezahlte Inhalte handele, gab es nicht. Zudem musste die Berichterstattung offenbar ausschließlich positiv sein.

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Wie Pewdiepie allerdings hervorhebt, sei er selbst kein Mittäter in dieser Angelegenheit. Im Gegenteil: Anders, als manche seiner Kollegen, habe er zumindest im Beschreibungstext des entsprechenden Videos klar darauf hingewiesen, dass er für dessen Erstellung bezahlt wurde. Zudem handelt es sich nicht um ein Testvideo, sondern man sehe nur wie er ein von Kritikern gefeiertes Spiel spiele, zu dem er am Ende feststellt, dass er Spaß damit hatte.

Hinzu kommt, dass das Kartellamt der Vereinigten Staaten, U.S. Federal Trade Comission (FTC) genannt, Youtube zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht berücksichtigte. Eine Pflicht, gesponserte Inhalte auch im Video selbst zu benennen, wie es Pewdiepie mittlerweile auch tut, gab es zu dem fraglichen Zeitpunkt nicht.

Dennoch räumt Pewdiepie in seinem Video ein, dass er die Natur des Videos besser hätte aufklären können, auch wenn er dazu nicht verpflichtet gewesen sei. Dennoch findet er, es sei eine Schande, dass jetzt sein Name aus Clickbait-Gründen in den Dreck gezogen würde, obwohl er, zumindest aus rechtlicher Sicht, gar nichts falsch gemacht habe. Stattdessen solle alleine Warner Bros. für deren Taten gerade stehen. „Falls ich etwas falsch mache, dann trage ich auch die Konsequenzen“, so PewDiePie. „In diesem Fall denke ich aber nicht, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe.“

Was wir von Mittelerde - Mordors Schatten halten, lest ihr im Test: "Mittelerde - Mordors Schatten: Euer Kampf gegen eine dynamische Armee"

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Tags: Video   Lets Play  

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