The Legend of Zelda - Breath of the Wild: Chefentwickler gibt sich selbst die Schuld an Verschiebungen

von Marco Schabel (20. Juli 2016)

Ursprünglich war das neue Zelda-Spiel für das Jahr 2015 angekündigt, mittlerweile ist The Legend of Zelda - Breath of the Wild in das Jahr 2017 verlegt. Somit hat das heiß ersehnte Fantasy-Abenteuer bereits einige Verschiebungen hinter sich. Nintendo und die Entwickler haben bereits einige Gründe genannt, warum The Legend of Zelda - Breath of the Wild erst im kommenden Jahr in den Handel kommen soll. Allerdings gab es bislang keine tiefergehenden Gründe, sondern lediglich die herkömmlichen Erklärungen, dass ein gewisser Standard erreicht werden solle, die Implementierung der Physik-Engine Probleme verursachte oder zusätzliche spielerische Möglichkeiten entdeckt wurden.

In einem Interview mit dem englischsprachigen Magazin Edge (via Gamespresso) klärt Produzent Eiji Aonuma jetzt erstmals die Hintergründe auf und gibt sich dabei selbst die Schuld.

Eiji Aonuma leitet die „The Legend of Zelda“-Entwicklung seit 1998 und ist somit für alle 3D-Ableger verantwortlich, mit Ausnahme von The Legend of Zelda - Ocarina of Time. Breath of the Wild entsteht letztlich unter seinem Regime, was ihn natürlich für die Öffentlichkeit ohnehin zum Verantwortlichen macht, wenn etwas nicht stimmt. Aber auch der Chef-Entwickler selbst räumt ein, dass er persönlich Schuld an der Verzögerung habe.

„Wir haben während der Entwicklung bestimmte Meilensteine”, führt Aonuma aus. „Ich spiele das Spiel und gebe dann den Entwicklern meine Rückmeldung und meine Vorschläge, in welche Richtung es gehen sollte. An einem dieser Meilensteine war das Spiel großartig. Es hatte so viele tolle Elemente. Aber bei Erreichen des nächsten Meilensteins war alles verschwunden.“

Den Grund dafür vermutet der Produzent in mangelndem Lob. „Ich habe viele Kommentare darüber abgegeben, was das Team hinzufügen soll, aber ich habe ihnen nie gesagt, was meiner Meinung nach beim Meilenstein angekommen gut am Spiel war“, erklärt er weiter. „Also haben sie das Zeug aufgenommen, was ich vorgeschlagen habe und dazu noch andere Elemente hinzugefügt, von denen sie dachten, sie würden super funktionieren. Und das führte dazu, dass die vormals guten Elemente kaputt waren. Ich habe gelernt, dass wenn etwas gut ist, ich das auch sagen muss. Wenn ich das früher getan hätte, hätte sich die Entwicklung vielleicht nicht so sehr in die Länge gezogen.“

Ob sich die lange Entwicklung am Ende wenigstens ausgezahlt hat, erfahrt ihr voraussichtlich im kommenden Jahr, wenn The Legend of Zelda - Breath of the Wild zu einem noch unbekannten Zeitpunkt für die Wii U und Nintendo NX veröffentlicht werden soll. Wenn es keine weitere Verschiebung gibt.

Tags: Eiji Aonuma   Singleplayer   Fantasy  

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