Ghostbusters: Entwickler Fireforge Games geht kurz nach Spielveröffentlichung pleite

von Sören Wetterau (01. August 2016)

Am 15. Juli startete der neue Ghostbusters-Film in den amerikanischen Kinos, bei uns erfolgt der Start erst am Donnerstag. Das gleichnamige Spiel gibt es schon seit dem 12. Juli für PC, Xbox One und PlayStation 4. Einen Erfolg verbucht Hersteller Activision damit allerdings nicht wirklich.

Die wenigen Kritiker weltweit sind einig: Ghostbusters ist bei weitem kein gutes Videospiel. Auch uns gefällt es nicht, nachzulesen ab Morgen im großen Ghostbusters-Blickpunkt. Für das Entwicklerstudio Fireforge Games ist es gleichzeitig das Ende, denn die Firma meldet laut Online-Magazin Kotaku in den Vereinigten Staaten Insolvenz an.

Das 2011 von Ex-Blizzard-Mitarbeiter Tim Campbell gegründete Studio reichte demnach am 15. Juli, also nur drei Tage nach der Veröffentlichung von Ghostbusters, den Insolvenzantrag ein. Fireforge Games begann offenbar schon im Juli damit Firmeneigentum zu verkaufen, um Schulden in Höhe von mindestens zwölf Millionen Dollar (rund 10,7 Millionen Euro) zu begleichen.

Bislang ist Ghostbusters auch das einzige Spiel, durch das Fireforge Games sich einen Namen machen konnte. In den Jahren zuvor werkelte der Entwickler wohl an zwei MOBA-Spielen, die nie fertig wurden: Zeus war für die Hardware-Firma Razer in Arbeit, während Atlas in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Tencent entstehen sollte. Letzere besitzen sogar 37 Prozent der Firmenanteile.

Laut den Insolvenzanträgen schuldet Fireforge Games demnach Tencent eine Summe von 11,3 Millionen Dollar (rund 10,1 Millionen Euro) und befindet sich außerdem noch in einem Rechtsstreit mit der Firma Min Productions aus Singapur, die dem Razer-Chef Min-Liang Tan gehört. Min Productions wirft Fireforge Games vor, dass sie die Verträge bezüglich Zeus nicht eingehalten hätten, um stattdessen mit Tencent an Atlas zu arbeiten.

Fireforge sieht das entsprechend anders und behauptet, dass die Entwickler erst an Atlas gearbeitet haben, nachdem Razer entsprechende Zahlungen eingestellt hat. Aufgrund der Insolvenzlage wird die Klage zurzeit nicht fortgesetzt. Gegenüber Kotaku wollte sich Campbell zu den aktuellen Geschehnissen nicht äußern. Bleibt wohl nur zu hoffen, dass die Mitarbeiter möglichst schnell auf sicheren Füßen landen.

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