Xbox One S: Doch mehr Leistung als das Standardmodell

von Marco Schabel (03. August 2016)

Die am Dienstag veröffentlichte Xbox One S, eine kleinere Version der Xbox One, sollte Gerüchten zufolge auch mehr Leistung als das Standardmodell bieten. Diese Gerüchte wurden allerdings stets von Microsoft dementiert und es hieß, dass ihr keine Leistungssteigerung erwarten dürft. Wie sich mit Veröffentlichung der Konsole jedoch laut einem englischsprachigen Video von Digital Foundry herausgestellt hat, wurde doch eine stärkere Hardware verbaut.

Demnach haben die Technik-Experten herausgefunden, dass der Grafikprozessor der Xbox One S eine durchaus signifikante Verbesserung erhalten hat. Die Taktrate der GPU soll demnach von 853 Mhz auf immerhin 914 Mhz verbessert worden sein. Das bedeutet eine Steigerung von 7,1 Prozent und in Sachen Grafikleistung einen Anstieg von 1,31 Teraflops auf 1,4 Teraflops. Auch die Bandbreite des oftmals als Flaschenhals betrachteten eSRAM der Konsole wurde von 204 auf 219 GB pro Sekunde erhöht.

Im Klartext bedeutet das, dass Spiele wie Hitman und Project Cars nun mit einer höheren Bildrate aufwarten und Batman - Arkham Knight oder Rise of the Tomb Raider weniger „Tearing“ aufweisen. Hauptsächlich dienen die Verbesserungen den neuen Funktionen der Xbox One S, die HDR-Unterstützung und Spiele bietet, die auf eine 4K-Auflösung hochskaliert werden. Die Leistungssteigerung für Normalnutzer ist ein positiver Nebeneffekt. Allerdings sollen lediglich Spiele, die über eine dynamische Auflösung oder eine entsperrte Bildwiederholrate verfügen, tatsächlich davon profitieren.

Nun, da die Katze aus dem Sack ist, hat auch Microsoft eingeräumt, dass die Xbox One S durchaus besser als das Standardmodell ist. Wie es heißt, werden sogar bereits Spiele mit nativer 4K-Auflösung unterstützt, sofern die Anforderungen relativ gering sind. Mit anderen Worten: Indie-Spiele und Neuauflagen könnten durchaus auch in 4K dargestellt werden.

Wie Microsoft allerdings auch klarstellte, wurde bewusst darauf verzichtet, diese Tatsachen im Vorfeld zu kommunizieren. Die Auswirkungen seien bei internen Tests als gering eingestuft worden und die Verantwortlichen wollten es daraufhin nicht als Verkaufsargument nutzen, damit die Erwartungen nicht zu hoch sind.

Die Xbox One S wird seit dem 2. August als „2 TB“-Variante angeboten. Zumindest in den Vereinigten Staaten sollen die günstigeren Modelle mit 500 GB und 1 TB am 23. August folgen. Die Xbox One S ist 40 Prozent kleiner als die normale Xbox One, 100 Prozent weißer und sie besitzt ein internes Netzteil.

Tags: Hardware  

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