Studie: Online-Spieler schneiden in Prüfungen besser ab

von Marco Schabel (11. August 2016)

Wenn ihr über Facebook, Twitter oder Google Plus auf diesen Artikel gestoßen seid, dann seid ihr wahrscheinlich nicht die Hellsten - behauptet zumindest eine aktuelle australische Studie. Wärt ihr aber Online-Spieler, ließe sich da sicher noch etwas richten. Das sind im Groben die Erkenntnisse der Studie, die sich mit dem Zusammenhang von Online-Medienkonsum und dem Abschneiden in Prüfungen und Tests beschäftigt hat. Wie die Seite International Journal of Communication (ijoc) berichtet, wird damit zumindest zum Teil (erneut) die weit verbreitete These widerlegt, dass Videospiele dumm machen würden.

Wenn euch Studien zu Videospielen interessieren, schaut doch auch hier einmal hinein:

Durchgeführt wurde die repräsentative Studie mit insgesamt 12.000 Jugendlichen im Alter von 15 Jahren an der BMIT University in Melbourne, Australien. Ziel war es zu überprüfen, wie genau sich gewisse Online-Aktivitäten auf diese Jugendlichen auswirken, insbesondere, wenn es um Schulnoten geht. Das Ergebnis bestätigt dabei wieder einmal, dass Videospiele deutlich besser sind als ihr Ruf.

Demnach schließen Jugendliche, die regelmäßig Online-Spiele spielen, im Vergleich zu ihren Mitschülern deutlich besser in Mathematik und anderen Naturwissenschaften ab. Auch die Lesekompetenz liegt über der ihrer Mitschüler.

Durchgeführt wurde die Studie anhand des bekannten PISA-Tests, der Grundfertigkeiten eines Jahrgangs anhand standardisierter Aufgaben abfragt. In den Rechenaufgaben erreichten die Online-Spieler 15 Punkte mehr, in anderen Naturwissenschaften sogar 17 Punkte mehr als der Durchschnitt der Schüler. Wie Studienleiter Alberto Posso zu verstehen gibt, werden durch Online-Spiele die kognitiven Fertigkeiten der Schüler verbessert. Er empfiehlt folglich, Videospiele in den Unterricht aufzunehmen, was zum Beispiel in den Vereinigten Staaten und Schweden längst geschehen ist. Einzige Voraussetzung: Es dürfen keine gewalttätigen und andere offensichtlich ungeeigneten Spiele sein.

Auf der Kehrseite der Medaille kam allerdings auch heraus, dass soziale Netzwerke wie eben Facebook und Twitter, aber auch Chat-Programme wie Snapchat und Whatsapp, einen negativen Effekt auf die schulischen Leistungen haben. Jugendliche, die sich viel in diesen Netzwerken herumtreiben, schnitten im Schnitt um 20 Punkte schlechter ab, als jene, die die sozialen Medien selten oder gar nicht nutzen. Warum das so ist, konnte die Studie allerdings nicht beantworten.

Dass Videospiele Aggressionen abbauen können und euch auch schneller denken lassen, ist schon lange bekannt. Und dennoch führen wir in Deutschland weiterhin die "Killerspiel"-Debatte. Zuletzt, als Counter-Strike bei Prosieben Maxx aus dem Programm genommen wurde. Mehr dazu erfahrt ihr in Onkel Jos Kolumne: Counter-Strike fliegt als "Killerspiel" aus dem Programm - Ein Appell an ARD und ZDF.

Tags: Multiplayer  

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