Microsoft: Neue PC-Strategie ist kein Sargnagel für die Xbox One

von Marco Schabel (23. August 2016)

Wie insbesondere den PC- und „Xbox One“-Spielern unter euch aufgefallen sein dürfte, hat sich Microsoft im Verlaufe des vergangenen Jahres vermehrt dem Rechenknecht zugewandt und dabei einige einstige und zukünftige „Xbox One“-Exklusivspiele wie Gears of War 4 auch für den PC veröffentlicht oder angekündigt. Damit stieß das Unternehmen bei einigen von euch auf Kritik, während auch der Spott aus den Lagern der Konkurrenz sicher war. Auf diesen Umstand angesprochen versicherte der leitende Xbox-Angestellte Albert Penello im Interview mit dem englischsprachigen Magazin Gamespot, dass es keinen Grund zur Sorge gebe.

Dass das Geschäft mit der Xbox One in manchen Regionen nicht so gut läuft, wie sich das Microsoft vielleicht wünscht, bedeutet nicht, dass die Xbox One jetzt langsam aufs Abstellgleis gestellt werden und langfristig ausgemustert werden soll, während der PC als neuer Heilsbringer hervorgehoben wird. Wie Penello zu verstehen gibt, habe die Strategie letztlich gar keine spürbare Auswirkung auf das Konsolengeschäft Microsofts. Leicht gesagt, zumal Microsoft ohnehin das Ende klassischer Konsolen voraussagt.

„Wenn Ihr online geht, dann könnt ihr dort Diskussionen und Debatten mit einer bestimmten Art von Leuten führen“, so Albert Penello, als er gefragt wurde, ob jetzt auf den Kauf eines Spiels verzichtet werde, weil eine andere Plattform es auch erhält. „Es kann über Nuancen argumentiert und Details gestritten werden. Die Wahrheit allerdings sieht so aus, dass die meisten Spieler nicht diese Art Entscheidung treffen werden. Tatsächlich ist es so, dass du heute Spiele auf so ziemlich allen Geräten spielst, die du besitzt.“

„Die Spiele werden auf Smartphones gespielt, auf Konsolen wenn du dich vor einem großen Fernseher zurücklehnen willst“, heißt es weiter. „Und wenn du mit Maus und Tastatur spielen möchtest, wenn du direkt vor dem Schirm sitzen und diese speziell angepasste Erfahrung haben möchtest, dann spielst du auf dem PC. Selbst eingefleischte Konsolenspieler spielen, das wissen wir, auch mit Smartphones und am PC.“

Es sei folglich falsch anzunehmen, dass die Entscheidung, „Xbox One“-Spiele auch für den PC zu veröffentlichen einen negativen Einfluss auf die Bereitschaft habe, eine Konsole zu kaufen. „Es klingt einfach nicht nach der Realität, wie sich die Spieler tatsächlich verhalten“, so Penello. Im Gegenteil: Das „Xbox Play Anywhere“-Programm würde nur ermöglichen, dass sich die Spieler die Plattform frei nach aktuellen Vorlieben aussuchen können. „Wir klauen den Konsolenspielern nichts, wenn PC-Spieler Quantum Break oder Killer Instinct spielen können. Es haben nur mehr Leute die Möglichkeit, diese Spiele dort zu spielen, wo sie es lieber möchten.“

Tags: Hardware   Pressekonferenzen  

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