Pokémon Go: Spieler ist zu gut, so dass er Sperre erhält

von Frank Bartsch (22. August 2016)

Wo sind die Grenzen zwischen Schummeln und besonderen Fähigkeiten beim Spielen? Diese Frage stellen sich wohl einige Unternehmen in der Spieleindustrie. Jetzt ist auch Pokémon Go auf solch eine Thematik gestoßen. Ein besonders eifriger Spieler erhielt eine Sperre, weil er binnen kürzester Zeit sehr viele Erfahrungspunkte sammelte. Zu viele, wie es Entwickler Niantic erschien. Er kann allerdings auch nachweisen, dass alles mit rechten Dingen zuging.

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Wie Pokémon aus Pokémon Go wirklich heißen sollten

Der Amerikaner Jimmy Derocher bezeichnet sich selbst als "Hardcore-Spieler" wenn es um Pokémon Go geht. Er überlegt sich Strategien, um möglichst erfolgreich im Spiel zu sein. Dazu fertigt er sogar Karten und dazugehörige Tipps für Städte an.

Eine solche angefertige Karte für Austin in Texas trägt gar den Namen "Jimmy's Loop" und zeigt auf, wie Spieler in der Stadt möglichst effizient spielen können.

Bildquelle: Kotaku.comBildquelle: Kotaku.com

Wie das Magazin Kotaku berichtet, ist es nun auch Jimmy, der Niantic Lab und deren Methoden kritisiert, um schummelnde Spieler in Pokémon Go zu sperren.

Er moniert, dass die Methoden, um Schummler aufzuspüren auch effiziente Spieler erwischen würden und Niantic Labs nachbessern müsse. Um seine These zu beweisen startete der Spieler am Wochenende den Versuch, mehr als eine Million Erfahrungspunkte zu sammeln.

Damit er auch genügend Zeugen hat, konnten interessierte Zuschauer seinen Versuch über Twitch nachverfolgen. Und tatsächlich: Jimmy schaffte es an einem Tag auf fast 600.000 Erfahrungspunkte, ohne sich eines unerlaubten Hilfsmittels zu bedienen. Freunde gaben ihm Tipps und er selbst ging erneut überaus strategisch vor.

Doch ab der Grenze von 600.000 Punkten flüchteten die Pokémon in ungewohnt hohem Ausmaß. Es stellt sich heraus, dass Niantic Labs so eine "Soft-Sperre" eingebaut hat, um Spieler daran zu hindern, unverhältnismäßig viele Erfahrungspunkte zu sammeln.

Doch Jimmy kritisiert, dass stark motivierte Zocker so nur eingeschränkt würden, was durch seine Arbeit nun auch belegt ist. Es bleibt abzuwarten, ob Niantic Labs aus diesen Erfahrungen Schlüsse zieht und die eigenen Sperrmechanismen überarbeitet.

Jimmys "Soft-Sperre" hielt übrigens für 24 Stunden an - jetzt jagt er wieder weiter nach Pokémon. Er dürfte allerdings mit sprichwörtlich angezogener Handbremse spielen, um nicht erneut als Verdachtsfall eingestuft zu werden.

In Overwatch gibt es übrigens auch eine Spielerin, die so gut ist, dass jeder denkt, sie würde schummeln - tut sie aber nicht.

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Tags: Singleplayer   Online-Zwang   Free 2 play   Twitch   Multiplayer  

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