Pokémon Go: Französische Bildungsministerin möchte seltene Pokémon von Schulen verbannen

von Frank Bartsch (31. August 2016)

Die französische Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem versucht seltene Pokémon in Pokémon Go aus französischen Schulen fernzuhalten. Ihre Beweggründe sind dabei andere als die, die ihr vielleicht vermutet.

Pokémon Go wirft Fragen auf, mit denen sich Spieler vorher nie beschäftigen mussten.

Denn die Politikerin möchte damit nicht etwa dafür sorgen, dass Schüler nicht durch das Spiel vom Unterricht abgelenkt werden. Sie hat noch nicht einmal ein Problem mit Pokémon Go, wie die Online-Ausgabe der Seattle Times berichtet. Eher beleuchtet sie den Sicherheitsaspekt.

Seltene Pokémon versuchen sich die Spieler zu sichern, wo auch immer diese anzutreffen sind. So etwas kann, wie am Beispiel von Taiwan zu beobachten, schon einmal zu einem Verkehrschaos führen. Immerhin sind die Gelegenheiten mitunter verschwindend gering, bestimmte Pokémon auch fangen zu können. Obwohl die Mathematik euch dahingehend Hilfe bietet.

Es führt aber auch dazu, dass Spieler Umgebungen betreten, welche nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Und das ist der Ansatz von Vallaud-Belkacem. Sie möchte verhindern, dass unbefugte Personen sich auf Schulgeländen herumtreiben. Sollte Niantic Labs seltene Pokémon auf dem Gelände einer Schule platzieren, so würde das nur Leute anlocken, die in dieser Einrichtung nichts verloren haben.

Frankreich versucht solche Geschehnisse vor allem vor dem Hintergrund der Terrorakte in Paris und Nizza zu vermeiden. In Deutschlands Nachbarland herrscht weiterhin eine der höchsten Terrorwarnstufen.

Die Ministerin versucht aktuell ein Treffen mit den Verantwortlichen von Niantic Labs zu terminieren, um die Maßnahmen zu besprechen. Schuldirektoren können jetzt schon Anträge stellen, um ihre Schulen frei von seltenen und legendären Pokémon zu halten.

Niantic Labs hat bereits Pokémon von sensiblen Orten weltweit entfernen lassen. Zuvor hat sich bereits ein französischer Bürgermeister darum bemüht, Pokémon aus seiner Gemeinde zu verbannen. Auch haben mehrere Haus- und Grundstücksbesitzer schon einähnlichen Weg eingeschlagen, um Pokémon-Trainer von ihren Anwesen fern zu halten.

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Tags: Singleplayer   Free 2 play   Online-Zwang   Politik  

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