Die britische Telekom verklagt Valve wegen Patentverstößen

von Sören Wetterau (01. September 2016)

Die British Telecommunications Group verklagt Valve aufgrund von Patentverstößen, wie die englischsprachige Website ESPN berichtet. Ihnen liegt laut eigenen Angaben die über 100 Seiten lange Klageschrift vor.

Die britische Telekom, die abseits des ähnlichen Namens nichts mit der Deutschen Telekom gemein hat, behauptet, dass Valve ohne Erlaubnis einige in den USA patentierte Techniken nutzt, um Steam zu betreiben. Dies betrifft vor allem die Chat-, Nachrichten- und Livestream-Funktionen. Ebenfalls im Fokus steht die Art und Weise, wie Steam die einzelnen Funktionen miteinander verbindet.

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Die Klage wurde in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt in Delaware eingereicht. Laut ESPN wollte die British Telecommunications Group sich zuerst mit Valve außergerichtlich auf finanzieller Ebene im Oktober 2015 einigen. Der Steam-Betreiber verweigerte jedoch eine Zahlung, weshalb das Unternehmen nun gezwungen war eine Schadensersatzklage einzureichen.

Darin verlangt das britische Unternehmen auf der einen Seite eine finanzielle Entschädigung, auf der anderen Seite eine gerichtliche Verfügung, damit Valve keine weiteren Patentverstöße begehen darf. Die Firma hinter Steam äußerte sich bislang nicht zu diesem Thema.

Für Valve ist es nicht die erste Klage in diesem Jahr. Im Rahmen des Glücksspiel-Skandals in Counter-Strike - Global Offensive muss sich Valve mit einer Sammelklage von Spielern auseinandersetzen. Zudem zieht eine Ex-Mitarbeiterin vor Gericht und wirft dem Unternehmen ein "feindliches Arbeitsumfeld" und die Ausnutzung Minderjähriger vor.

Tags: Steam  

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