PlayStation 4 Pro: Alle Infos zur neuen 4K-Konsole

von Sören Wetterau (08. September 2016)

In New York beim PlayStation Meeting kündigte Sony die PlayStation 4 Pro an. Die unterscheidet sich im Vergleich zur normalen PlayStation 4 und der PlayStation 4 Slim nicht nur im Aussehen, sondern vor allem in der Leistung.

Die Pro-Variante erhält die doppelte Leistung der Grafikeinheit (GPU) und eine höhere Taktrate für die Prozessoreinheit (CPU). Damit visiert Sony laut eigener Aussage Besitzer von 4K-Fernsehern und "Hardcore-Spieler" an, die sich zudem über eine 1 Terabyte große Festplatte freuen dürfen.

Ab Minute 10:30 startet das Meeting.

Für Spiele bedeutet die verbesserte Technik, dass sie auf der PlayStation 4 Pro ein Stückchen besser aussehen können. Hier spielt vor allem HDR (Bild mit hohen Dynamikumfang) eine wichtige Rolle. Eine native Auflösung von 4K wird jedoch nicht erreicht. Stattdessen werden die Spiele beim Anschluss an einen 4K-Fernseher entsprechend hochskaliert.

Für Besitzer eines klassischen 1080p-Bildschirms bietet die PlayStation 4 Pro jedoch auch Verbesserungen. Die Konsole stellt automatisch fest, an welches Display sie angschlossen wird und passt die Bildausgabe der Spiele entsprechend an. Im sogenannten "HDTV"-Modus erhaltet ihr somit möglicherweise eine bessere Grafikdarstellung. Genau ins Detail ging Sonys Technikchef Mark Cerny hier nicht.

Alle beiden Funktionen sollen zukünftige Spiele von Haus aus unterstützen. Bereits erschienene Spiele, wie zum Beispiel Uncharted 4 - A Thief's End oder Infamous - First Light, sollen dafür ein Update erhalten. Dies hängt jedoch bei jedem Spiel von den Herstellern und Entwicklern ab, ob sie die Funktionen nachträglich hinzufügen oder nicht. Exklusive Spiele für die PlayStation 4 Pro schließt Sony allerdings aus. Die PlayStation 4 und die PlayStation 4 Pro stellen ein System dar, auf den immer alle Spiele zur Verfügung stehen.

Hier alle Daten genau aufgelistet:

Lieferumfang

  • „PlayStation 4 Pro“-Konsole mit einer “1 TB”-Festplatte
  • „DualShock 4“-Controller, Modellnummer CUH-ZCT2
  • Monaural-Headset
  • Stromkabel
  • HDMI-Kabel
  • USB-Kabel

Das hat die PlayStation 4 Pro unter der Haube

  • Hauptprozessor: „Single Chip Custom“-Prozessor
  • CPU: x86-64 AMD “Jaguar”, 8 Kerne
  • GPU: 4,2 Teraflops, auf der AMD Radeon basierende Grafik-Engine
  • Arbeitsspeicher: GDDR5 8 GB
  • Festplatte: 1 TB
  • Ausmaße: Etwa 295 mm × 55 mm × 327 mm (Breite × Höhe × Tiefe)
  • Gewicht: etwa 3,3 Kg
  • Optisches Laufwerk (nur Lesen, nicht für 4K UHD geeignet)
  • „Blu-Ray Disc 6“-Geschwindigkeit CAV
  • „DVD 8“-Geschwindigkeit CAV

Anschlüsse

  • 3 „Hochgeschwindigkeits USB“-Anschlüsse (USB 3.1 Gen1)
  • 1 AUX-Anschluss

Kommunikation

  • Ethernet (10BASE-T, 100BASE-TX, 1000BASE-T)
  • IEEE 802.11 a / b / g / n / ac
  • Bluetooth 4.0 (LE)

Stromversorgung

  • AC 100V, 50 / 60Hz
  • Energieverbrauch: bis zu 310 W
  • Arbeitstemperatur: 5 ℃ – 35 ℃

Videoausgang

  • HDMI (4K / HDR)
  • Optisches Kabel

Während des PlayStation Meetings zeigte Sony ein paar Beispiele an zukünftigen Spielen, die die Pro-Funktionen von Tag 1 an unterstützen. Eines davon ist Mass Effect - Andromeda von Bioware, welches voraussichtlich im Frühjahr 2017 erscheint. Auf der PlayStation 4 Pro greift das Rollenspiel auf die 4K-Hochskalierung und auf die HDR-Funktion zurück.

Neben Spielen bietet die PlayStation 4 Pro zudem das Streaming von 4K-Inhalten. Erste Anbieter werden Netflix und Youtube sein, die spezielle Apps bereitstellen. Zu einer möglichen Unterstützung von 4K-Blu-Ray-Filmen schweigt Sony.

Die PlayStation 4 Pro erscheint am 10. November 2016 zum Preis von 399 Euro. Wer etwas weniger Geld ausgeben möchte und auf die speziellen Funktionen verzichten kann, der greift alternativ zur PlayStation 4 Slim.

Diese erscheint schon am 15. September, kostet 299 Euro und löst das alte "PlayStation 4"-Modell ab. Technisch ändert sich hier nichts, lediglich das Aussehen wird ein Stück weit schlanker.

Bei der Konkurrenz von Microsoft erwartet euch zurzeit die Xbox One S, die schlanker als das Originalmodell ausfällt und ebenso 4K-Auflösungen und HDR unterstützt. Wer etwas länger warten kann, sollte die Xbox One Scorpio im Auge behalten, die voraussichtlich Ende 2017 erscheint und ein echtes Hardware-Biest werden soll.

Tags: Hardware   Video   Pressekonferenzen  

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