Pokémon Go: US-Anwälte wollen mit der App große Kasse machen

von Marco Schabel (12. September 2016)

Mit mehr als 500 Millionen Downloads ist die „Augmented Reality“-App Pokémon Go bereits jetzt eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. Natürlich machen Entwickler Niantic, The Pokémon Company, Apple und Google damit auch einen Millionenumsatz. An genau diesem wollen sich, wie das englischsprachige Magazin Cinemablend berichtet, jetzt auch Anwälte in den Vereinigten Staaten bereichern und begründen quasi ein eigenes Geschäftsmodell für „Pokémon Go“-Spieler.

Es ist nichts Neues, dass sich in den USA so ziemlich alles verklagt, was klagen kann, insbesondere wenn es um viel Geld gehen könnte. Das trifft auch schon seit einer Weile die Erfolgs-App Pokémon Go, gegen die bereits einige Sammelklagen eingereicht wurden, weil Privatgrundstücke als Pokémon-Nester dienen. Manche Anwälte haben sich jetzt sogar auf „Pokémon Go“-Klagen spezialisiert.

So werben manche Anwälte - wie Thomas Larmore aus Las Vegas - bereits damit, ihre Klienten zu vertreten, wenn sie sich beim Spielen von Pokémon Go verletzt haben. Larmore beschreibt zunächst den großen Spaß, den es macht, „imaginäre Monster in der echten Welt“ mit Pokémon Go zu fangen, bevor es dazu übergeht, die „schlimmen Folgen“ aufzuzählen. Es habe bereits einen signifikanten Anstieg an Verletzungen durch Pokémon Go gegeben. Angestoßene Köpfe, verstauchte Knöchel - viele Arten, sich zu verletzen.

Dass er damit nicht unrecht hat, zeigt die Vergangenheit. Zum Beispiel sind „Pokémon Go“-Spieler eine Klippe heruntergefallen und haben Unfälle verursacht. Meist ist es das Resultat unaufmerksamer Spieler und eigener Dummheit, also nicht die Schuld von Pokémon Go. Die Anwälte behaupten jedoch, ihren Klienten dennoch ein nettes Sümmchen erfechten zu können, denn ohne die App gäbe es schließlich auch die Unfälle nicht. Schuld seien „die Leute, die mit dieser Idee ankamen und sie nicht richtig zu Ende gedacht haben“. Die Werbung richtet sich jedoch nicht nur an die, die sich selbst verletzten, sondern auch jene, die von „Pokémon Go“-Spielern verletzt wurden, sowie betroffene Freunde und Familienangehörige.

Die Spieler werden von Pokémon Go durch eine Welt voller Gefahren navigiert, während ihre Augen förmlich an die Smartphones geklebt sind. Niantic sei demnach Schuld an all diesen Unfällen, was in Großbuchstaben geschrieben ist, also noch einmal eine nachdrückliche Bedeutung erhält. Ob die Anwälte für das Recht von „Pokémon Go“-Spielern allerdings tatsächlich in der Lage sind, ein Stückchen vom millionenschweren Kuchen für ihre Klienten abzuschneiden, ist letztlich allerdings fraglich.

Tags: Free 2 play   Open World   Apple   Fun  

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