PlayStation 4 Pro: Darum wurde der Arbeitsspeicher nicht erhöht

von Marco Schabel (14. September 2016)

In der vergangenen Woche hat Sony mit der PlayStation 4 Pro ein neues Modell der 2013 veröffentlichten PlayStation 4 angekündigt. Die PS4 Pro bietet euch eine deutlich verbesserte Hardware mit einer Grafikleistung von 4,2 Teraflops, besserem Prozessor, 4K- und HDR-Unterstützung. Unverändert bleibt dabei allerdings der Arbeitsspeicher, der auch im neuen Modell weiterhin 8 GB betragen wird. In einem Interview mit dem japanischsprachigen Magazin 4Gamer hat Sonys leitender Ingenieur Masayasu Ito, wie das englischsprachige Magazin PSU berichtet, einen Grund dafür genannt.

Zu den primären Leistungsträgern eines Computers - und somit auch einer Konsole - gehört neben dem Prozessor und der Grafikkarte vor allem der Arbeitsspeicher. Dabei gilt wie so oft: Je größer, desto besser. Mit einem großen Arbeitsspeicher könnte die PlayStation 4 Pro zum Beispiel auch noch mehr Leistung bringen und den Entwicklern mehr Möglichkeiten bieten. Geht es nach Ito, ist aber genau das auch der Knackpunkt, warum die PlayStation 4 Pro weiterhin „nur“ 8 GB RAM-Speicher bietet.

Denn würden die Entwickler auf 12 oder gar 16 GB zugreifen können, würden sie das wahrscheinlich auch tun. Es würden Spiele für die PlayStation 4 Pro entwickelt werden, die mit dem besseren Arbeitsspeicher im Hinterkopf entstehen. Dann aber würden diese Spiele vielleicht nicht mehr fehlerfrei auf dem Standardmodell laufen. Es hätte also ein Kompatibilitätsproblem gegeben. Das oberste Gebot sei jedoch, dass alle „PlayStation 4 Pro“-Spiele auch auf der Standard-PS4 gespielt werden können.

Zudem gebe es laut Masayasu Ito auch noch ein anderes Szenario. Aufgrund des Gebotes der Kompatibilität hätten die Entwickler den zusätzlichen Arbeitsspeicher womöglich auch ganz unangetastet gelassen, womit er nur zusätzliche Kosten verursachen würde. Beide Szenarien seien entsprechend nicht gerade wünschenswert für Sony und Grund genug, auf eine Erhöhung zu verzichten.

Wie sich das letztlich auswirkt erfahrt ihr, wenn die PlayStation 4 Pro voraussichtlich am 10. November 2016 veröffentlicht wird. Die Konsole, bei der es sich nicht um den Start einer neuen Konsolengeneration handelt, bietet euch die Möglichkeit, Spiele in (möglicherweise nur hochgerenderter) 4K-Auflösung und mit HDR-Unterstützung zu spielen. Verzichten müsst ihr aber auf ein 4K-Laufwerk und auch „Online Mehrspieler“-Spiele werden auf der PlayStation 4 Pro gedrosselt.

Tags: Hardware  

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