Airheart: Ungewöhnlicher Luftangriff aus der Schweiz

von Joachim Hesse (16. September 2016)

1986 gab es schon mal ein Spiel namens Airheart, ein eher mieses Schlauchboot-Gemetzel für Apple 2. Damit hat der moderne Namensvetter aus Zürich nichts gemein. Stattdessen präsentiert Studiochef Moritz Zumbühl von Entwickler Blindflug ein sympathisches 2D-Ballerspiel, das in drei Wochen als "Early Access"-Version erhältlich sein soll. Selbst ausprobieren durften wir es auch.

Wie früher in Konamis Automaten-Oldie Time Pilot steuert ihr ein Flugzeug aus der Vogelperspektive. Das fliegt die ganze Zeit nach vorn, weshalb ihr bald schöne Schleifen durch den Himmel zieht. Mit dem linken Stick bestimmt ihr die Flugrichtung, mit dem rechten die Schussrichtung des Sekundärwaffensystems. Ihr schießt allerdings mit den Zeigefinger-Tasten. So manövriert ihr euch zwischen fliegenden Inseln in gute Schusspositionen und sammelt fliegende Fische, Öltanks und Ersatzteile für eure Maschinen auf. In eurem Heimathangar dürft ihr Flugzeuge wechseln und pimpen.

Airheart ist der Nachfolger von Cloud Chasers. Es spielt zehn Jahre später. Heldin Amelia ist inzwischen eine junge Pilotin, ihr Vater gestorben. Euer finales Ziel ist es, den "großen Wal am Ende der Atmosphäre zu fangen und reich und glücklich zu werden", erklärt Zumbühl. Doch davor liegen nach aktueller Planung 24 Levels und jede Menge Gegner, die ihr auf dem Weg nach oben hinter euch bringen sollt. Alle vier Levels versperrt ein besonders dicker Brocken den Weg. Bei dem Besuch in der Redaktion durften wir bereits einen Zeppelin bekriegen.

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Eindrücke aus Airheart

Im November soll als Spielelement eine Harpune hinzu kommen. Denn wie sonst könntet ihr am Ende dem Wunderwal entgegentreten? Mit der Harune schleift ihr Gegner hinter euch her und entreißt ihnen Schilde und sogar Waffen. Die sollt ihr dann wie in Einhänder auch selbst verwenden dürfen. Ein interessanter Aspekt des Spiels ist noch, dass ihr wie bei einem Roguelike-Spiel euren gesamten Spielfortschritt verlieren könnt, wenn ihr Pech habt. Denn repariert ihr eure Schäden zu spät, schmiert eure Maschine ab. Schafft ihr es in der Absturzsequenz noch auf eurer Heimatinsel Granaria aufzuschlagen, ist alles halb so wild. Verfehlt ihr die Plattform, landet euer Flugzeug in der Wüste - im wahren Sinne des Wortes.

Die Probepartie hat gut unterhalten. Die Zeichen für ein angenehmes Zwischendurchspiel stehen gut. 15 Euro kostet Airhearts. Für das Geld dürft ihr ab Anfang Oktober die abgespeckte frühe Spielfassung für PC runterladen. Die enthält die ersten acht Abschnitte. Alle drei Wochen soll das Spiel mit zusätzlichen Inhalten aufgebohnert werden bis es nächstes Jahr komplett ist. Für Ende 2017 planen die Entwickler dann auch mit einer Version für PlayStation 4 und Xbox One.

Tags: Entwicklerbesuch   Beta   DLC  

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