No Man's Sky: Britische Behörden ermitteln gegen die Entwickler

von Marco Schabel (29. September 2016)

Im August hat Entwicklerstudio Hello Games das zuvor heiß erwartete Weltraumspiel No Man’s Sky veröffentlicht und im Anschluss für einige Kontroversen gesorgt. Die werden jetzt auf die Spitze getrieben, da die britische Behörde für Werbeüberwachung, die Advertising Standards Authority (ASA), mit Ermittlungen gegen den Entwickler begonnen haben. Wie das englischsprachige Magazin Eurogamer berichtet, geht es um den Vorwurf der irreführenden Werbung, speziell im Falle der PC-Version.

Wie euch sicher längst bekannt ist, hat Hello Games, insbesondere Studiogründer und Chefentwickler Sean Murray, im Vorfeld viele Bilder und Videos zu No Man’s Sky veröffentlicht, die den Eindruck eines umfangreichen Spiels mit vielen tollen Funktionen und Möglichkeiten herbeiführen. Unterstützt wurden diese Werbematerialien mit Aussagen wie denen, dass es einen Online-Mehrspielermodus geben wird und ihr anderen Spielern auf dem gleichen Planeten begegnen könnt. Was bekanntlich in No Man’s Sky - so wie es jetzt ist - nicht der Fall ist und sogar von Sony kritisiert wurde.

Grund genug für die ASA, die sich um Einhaltung von Werbestandards im Vereinten Königreich kümmert, einen Fall wegen irreführender Werbung in No Man’s Sky zu eröffnen. Wie es von der Behörde heißt, gab es mehrere Beschwerden gegen das Weltraumspiel, denen nun nachgegangen werden soll. Im Detail geht es darum, dass auf der Videospielplattform Steam mit Bildern und Videos Inhalte angedeutet oder bestätigt wurden, die sich in No Man’s Sky nicht oder nur in abgeschwächter Form finden lassen.

Aktuell befindet sich die Untersuchung noch im vollen Gange, was bedeutet, das noch keine Konsequenzen für die „No Man’s Sky“-Entwickler absehbar sind. Die ASA hat keine Befugnisse, um rechtliche Konsequenzen geltend zu machen. Allerdings kann die Behörde veranlassen, dass alle Werbung, die irreführend ist, entfernt werden muss. Sollte Hello Games dem zuwiderhandeln oder erneut gegen die Werbestandards verstoßen, könnte auch die komplette Werbung, wie zum Beispiel bezahlte Werbeanzeigen auf Google, gestrichen werden. Nach massiven Spielerverlusten für No Man's Sky wäre das ein weiterer schwerer Schlag für das ursprünglich so ambitioniert wirkende Projekt.

Tags: Multiplayer   Open World   Steam   Politik   Science-Fiction  

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