Pokémon Go: Entwickler Niantic Labs muss sich Klagewelle stellen

von Frank Bartsch (29. September 2016)

Pokémon Go füllte für Monate die Schlagzeilen, nicht nur hier auf spieletipps. Entwickler Niantic Labs hat damit nicht nur finanziell einen Erfolg feiern können. Doch nun füllt Pokémon Go auch viele Aktenordner. Es sind Aktenordner bei verschiedenen Gerichten.

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Pokémon Go - Pokémon finden sich an den ungewöhnlichsten Orten

Mehr als 70 Anklagen liegen bezüglich Pokémon Go seit der Veröffentlichung im Juli vor, wie das englischsprachige Magazin Polygon berichtet. Die Kläger haben verschiedene Gründe, um gerichtlich gegen die Anwendung vorzugehen.

Rückerstattung von investiertem Geld

Pokémon Go ist eine kostenfreie Anwendung, also "Free 2 Play". Doch Nutzer können durch Geld Gegenstände im Spiel kaufen und auch in schnellere Fortschritte investieren.

Doch das Spielerlebnis war, trotz investiertem Geld, nicht immer das, was sich die Nutzer davon versprochen hatten. Einerseits kämpfte Pokémon Go lange mit technischen Problemen und andererseits wurden auch Spieler gesperrt, die viel Geld investiert hatten, als Niantic Labs den Bannhammer geschwungen hatte.

Unter den Klägern ist ein Nutzer, der 450 Dollar, also umgerechnet cirka 400 Euro, in das Spiel investiert hatte und wegen der Nutzung von Drittsoftware dann vom Spiel ausgeschlossen wurde.

Der Kläger argumentiert, dass er Software nutzte, um Pokémon aufspüren zu können, da diese Funktion bei der Anwendung nicht immer einwandfrei funktionierte. Doch Niantic Labs untersagte kurzerhand den Einsatz von Drittsoftware und sperrte Nutzer, die solche Programm eingesetzt hatten.

Mittlerweile sind Aufhebungen von Sperren in Gang, doch das dauert wohl ziemlich lang.

Verstoß gegen Eigentumsrechte

Nicht wenige Kläger geben an, dass Pokémon Go gegen Eigentumsrechte verstoße. Pokémon, die virtuell auf Privatgrundstücken platziert wurden, sorgten für Zwischenfälle. Da kletterten sammelwütige Spieler auch schon mal über Zäune und drangen auf privaten Grundbesitz vor.

Mangelnde Sicherheitsaspekte

Pokémon Go verführt viele Nutzer dazu, nur noch auf das Display ihres Smartphones zu schauen. Das Spielen von Pokémon Go hat weltweit schon zu vielen Unfällen geführt, sogar schon mit Todesfolge.

Unter den Klägern gibt es nun auch besorgte Menschen, die um das Wohl ihrer Kinder besorgt sind und daher fordern, die Anwendung komplett zu stoppen.

Diese Anklagen kommen von US-amerikanischen Nutzern. Es ist durchaus möglich, dass Niantic Labs aus anderen Teilen der Welt ebenfalls Klagen erhalten hat.

Nun müssen sich die Anwälte mit Pokémon Go auseinandersetzen.

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Tags: Singleplayer   Online-Zwang   Free 2 play  

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