No Man's Sky: Geoff Keighley mit direkter Kritik - "Mathe erzeugt nicht immer etwas Bedeutendes"

von Sören Wetterau (04. Oktober 2016)

Auch fast zwei Monate nach der Veröffentlichung ist es um No Man's Sky nicht ruhiger geworden. Aufgrund von irreführender Werbung für das Weltraumspiel schaltete sich vor wenigen Tagen sogar die britische Behörde für Werbeüberwachung ein und ermittelt nun gegen Hello Games als Entwickler von No Man's Sky.

Von außen hagelt es unterdessen immer wieder Kritik, wie etwa zuletzt von Sonys Shuhei Yoshida, Chef der Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios. In der Online-Sendung "Live with Youtube Gaming" legte nun auch der bekannte Spielejournalist Geoff Keighley nach und bezeichnet No Man's Sky als "unfertig und repetitiv", jedoch nicht zwingend als schlechtes Spiel.

(Quelle: Youtube, gameslice - Start ab 1:47:45)

Das Pikante daran: Keighley enthüllte im Dezember 2013 zusammen mit Chefentwickler Sean Murray im Rahmen der Videospielveranstaltung VGX No Man's Sky mithilfe eines ersten Videos. In der Youtube-Sendung heißt es von Keighley nun, dass er das kleine Team von Anfang an auf eine falsche Entwicklungsausrichtung und die hochtrabenden Versprechungen hingewiesen habe. "Ich dachte mir, dass die Jungs keine Anung hatten, was sie da machen und wohin sie wirklich wollen", so Keighley.

Im Weiteren führt er aus, dass seiner Meinung nach die prozedural generierten Welten das größte Problem von No Man's Sky seien. Spiele werden, so der kanadische Journalist, von Geschichtenerzählern und großen Teams entwickelt, während Mathe hingegen nicht immer etwas Bedeutendes erzeugen kann. Es sei dennoch eine beeindruckende Leistung für ein rund 15 Personen großes Studio, so etwas wie No Man's Sky und die Technik dahinter zu entwickeln, aber aus Spielersicht würde einfach noch zu viel fehlen.

Der letzte große Fehler von No Man's Sky sei deshalb die Veröffentlichung als Vollpreisspiel gewesen. Keighley ist der Ansicht, dass es besser gewesen wäre, das Weltraumspiel im "Early Access"-Zustand zu veröffentlichen. Anschließend hätte Hello Games zusammen mit den Spielern nach und nach das Universum um neue Funktionen und spielerische Elemente erweitern können. Leider, so Keighley abschließend, wurde Sean Murray von seinen eigenen Ideen und Visionen verschlungen und begann das Publikum nach und nach zu ignorieren.

Zu den harten Äußerungen gibt es von Hello Games und Sean Murray noch keine Stellungnahme. Dies soll sich jedoch voraussichtlich Ende Oktober ändern. Dann möchte Murray in der Sendung von Keighley auftreten und sich zu den Problemen und der Kritik äußern. Bis dahin entwickelt das Team weiter an Spielupdates, die vor allem zahlreiche Fehler beheben sollen.

Tags: Open World   Multiplayer   Singleplayer  

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