The Digital Homicides: Gruppierung will "Müll" von Steam fernhalten

von Sören Wetterau (05. Oktober 2016)

Im Rahmen der Kontroverse um den (Ex-)Entwickler Digital Homicide, hat sich auf Steam eine Gruppierung namens The Digital Homicides herauskristallisiert. Die haben mit dem Studio nichts zu tun, sondern sind im Grunde sogar das genaue Gegenteil.

Das Ziel der Gruppe ist es nämlich, "schlecht gemachte, dürftige und dubiose Spiele" von Steam fernzuhalten. Dies tat die Gruppe zum Teil schon in der Vergangenheit, möchte nun aber aktiver werden. The Digital Homicides bezeichnet sich selbst als sehr kritisch gegenüber dem aktuellen Zustand der Vertriebsplattform Steam.

Gegen diese Download-Geheimtipps von Steam geht The Digital Homicides eher nicht vor.

Die Gruppe konzentriert sich vor allem auf Steam Greenlight. Dort können Entwickler ihre Spiele vorstellen, die sie auf Steam veröffentlichen möchten. Bekommen sie genügend Stimmen, setzt sich Valve als Betreiber der Plattform mit ihnen zusammen.

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Laut The Digital Homicides wird hier das System oft ausgenutzt, um qualitativ schlechte Spiele durchzuwinken. Ihre selbstgestellte Aufgabe beinhaltet deshalb, Steam Greenlight nach exakt solchen Spielen zu durchforsten und im entsprechenden Fall zu melden. Die über 1.400 Spieler starke Gruppe beteiligt sich zudem in Diskussionsforen und Kommentarbereichen und warnt dort andere Spieler vor den Praktiken der Entwickler oder der mangelnden Qualität des jeweiligen Spiels.

Manchmal würde dies funktionieren, manchmal eben nicht. Vor allem die Melde-Funktion liegt vollkommen in Valves Hand und das Unternehmen würde immer unterschiedlich reagieren. Die Entwickler hingegen sehen The Digital Homicides oft als "Hate Group", also als Gruppe von Leuten, die Spiele aus Prinzip schlechtreden. So ist es auch kein Wunder, dass zu den 100 Nutzern, die Digital Homicide (der Entwickler) zuletzt verklagen wollte, auch einige Gruppenmitglieder gehörten.

Gegenüber der englischsprachigen Website Kotaku wehren sich die Moderatoren gegen diese Vorwürfe. "Wir sind kein Lynchmob", so Tryyton, einer der Chefs. Allerdings gibt er auch zu, dass es bei einer solch dezentralen Gruppierung immer Leute gibt, die die Grenzen überschreiten. Zudem gibt es keine genaue Regelung, wie ein "schlechtes Spiel" denn aussieht. Dies könne jeder selbst festlegen.

Mehr Infos zur Gruppe gibt es nicht nur im erwähnten Kotaku-Artikel, sondern auch bei der Gruppe auf Steam selbst. Dort empfehlen sie sogar ein paar Spiele, die es dank Steam Greenlight auf die Plattform schafften.

Tags: Steam  

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