Xbox One: "Play Anywhere"-Programm könnte auch für Dritthersteller übernommen werden

von Marco Schabel (21. Oktober 2016)

Seit September gibt es praktisch keine "Xbox One"-Exklusivspiele mehr, sondern stattdessen das sogenannte „Xbox Play Anywhere“-Programm. Das ermöglicht es euch, ein digital für die Xbox One gekauftes Microsoft-Exklusivspiel auch gleichzeitig für Windows 10 zu erhalten und umgekehrt. Den Anfang machte dabei das am 13. September veröffentlichte Recore, während aktuell Gears of War 4 hinzugekommen ist. Wie Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer in einem Interview mit dem englischsprachigen Magazin PC Authority zu verstehen gab, könnten bald auch viele weitere Spiele in das Programm aufgenommen werden.

Genau genommen geht es um Spiele von Drittherstellern, also jenen Spielemachern, die nicht direkt oder indirekt zu Microsoft gehören und auch keine Exklusivspiele für Microsoft entwickeln. Namentlich geht es zum Beispiel um Electronic Arts (EA), Activision oder Ubisoft, die zum Teil des „Xbox Play Anywhere“-Programms werden könnten. Der Ball läge dabei auch gar nicht in der Spielhälfte Microsofts, sondern in der der Hersteller. Diese würden jedoch erst abwarten wollen, wie sich das Programm entwickelt.

Die verständliche Angst sei demnach, dass zwei Spiele zum Preis von Einem verkauft werden würden, was auf dem Papier natürlich erst einmal ein Verlustgeschäft darstellen würde. Wie Spencer jedoch betont, gebe es nur sehr wenige Spieler, die sich ein Spiel zweimal kaufen würden. Also je ein Exemplar für die Xbox One und den PC. Die meisten Spieler entscheiden sich für eine der beiden Plattformen. Stattdessen werde der Spielerschaft ermöglicht, das Spiel noch mehr zu spielen, als sie es ohnehin schon tun würden.

Demnach sei es für Phil Spencer lediglich eine Frage der Zeit, bis auch Dritthersteller das „Xbox Play Anywhere“-Programm nutzen würden. Vielleicht könnt ihr ja schon das nächste Assassin’s Creed, Call of Duty oder Fifa einmal kaufen und dann sowohl auf der Xbox One als auch auf dem PC spielen, wann immer ihr möchtet. Immerhin haben laut Spencer selbst kleinere Studios des „ID@Xbox“-Programms den Vorteil dieses Dienstes erkannt, weil damit auch mehr Leute erreicht würden.

Tags: Online-Zwang  

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