Football Manager 2017: Sega simuliert den Brexit

von Sören Wetterau (19. Oktober 2016)

Großbritannien verlässt voraussichtlich die EU, und das macht auch nicht vor dem Fußball halt. Der Brexit ist eine komplexe Angelegenheit, die jetzt auch Teil von Segas Football Manager 2017 ist.

Die Fußballsimulation zieht die durchgeführte Abspaltung Großbritanniens von der EU für drei mögliche Optionen in Betracht, wie die englischsprachige Webseite Telegraph berichtet. Mit den folgenden Szenarien müssen sich Manager von britischen Vereinen auseinandersetzen:

  • Soft Brexit: Keine Einschränkung bei Transfers von EU-Spielern.
  • Szenario 2: Fußballer erhalten den selben Status wie "Entertainer", sprich sie bekommen schneller ihre Arbeitserlaubnis, was den Transfer von EU-Spielern nur bedingt erschwert.
  • Hard Brexit: Ähnliche Regeln werden eingeführt, wie sie zurzeit für Nicht-EU-Spieler gelten, sprich: Die Spieler benötigen auf jeden Fall eine Arbeitserlaubnis.

Letzeres würde die Arbeit der Manager innerhalb der britischen Ligen deutlich erschweren. Vor allem die Premiere League, das Aushängeschild des britischen Fußballs, müsste sich am Transfermarkt fast völlig neu aufstellen. Bei einem Hard Brexit greift in Football Manager 2017 dasselbe Punktesystem, wie es zurzeit bei Nicht-EU-Spielern im Einsatz ist.

Spieler erhalten demnach leichter eine Arbeitserlaubnis, wenn sie entweder zu den 25 Prozent der Top-Verdiener eines Clubs oder einer Liga gehören, wenn sie eine sehr hohe Ablösesumme kosten oder wenn sie für eine der großen Nationalmannschaften spielen. Alle anderen müssen sich anstellen, was durchaus recht lange dauern kann und sie zumeist als Transferziele ausschließt.

Für die britischen Clubs im Spiel könnte dies bedeuten, dass die Ablöse- und Gehaltssummen für britische Spieler in die Höhe schießen oder es entsteht sogar eine neue Regel, die die Anzahl der Nicht-EU-Spieler pro Verein limitiert. Laut den Entwicklern kann diese Zahl zwischen vier und 17 variieren. Ist Letzteres der Fall, müssten die meisten Vereine des Vereinten Köigreiches britische Spieler, egal welcher Qualität sie sind, zwingend verpflichten und einsetzen. Darunter könnte wiederum die spielerische Qualität leiden und schlussendlich könnten die Fernsehgelder weniger werden.

Normalerweise spielen politische Entscheidungen innerhalb der "Football Manager"-Reihe keine große Rolle. Der Brexit sei jedoch eine bevorstehende Änderung, die gravierenden Einfluss auf den Transfermarkt haben könnte. Deshalb haben sich Hersteller Sega und Entwickler Sports Interactive dazu entschieden diesen aufzunehmen und zu simulieren.

Wenn ihr dies einmal selbst erleben wollt, müsst ihr euch noch voraussichtlich bis zum 4. November 2016, dem geplanten Erscheinungstermin des PC-exklusiven Football Manager 2017, gedulden. In Deutschland könnt ihr das Spiel jedoch nur über Importwege erwerben. Hierzulande hält nämlich Electronic Arts die Exklusivrechte an der Bundesliga-Lizenz, weshalb Sega den Football Manager nicht offiziell zum Verkauf anbieten darf.

Als Alternativen stehen Fifa 17 und PES 2017 bereit, die im Test: "Vergleichstest Fifa 17 gegen PES 2017 - Dieses Jahr gibt es wieder einen knappen Sieger" beide durchaus überzeugen konnten. Dort wird jedoch der Brexit nicht simuliert.

Tags: Politik   Singleplayer  

Kommentare anzeigen

News gehört zu diesen Spielen

Football Manager 2016

Letzte Inhalte zum Spiel

Releases in KW 49: Das erscheint vom 5. Dezember bis 11. Dezember 2016

Releases in KW 49: Das erscheint vom 5. Dezember bis 11. Dezember 2016

So lange wartet ihr schon, endlich ist es soweit. In der kommenden Woche erscheint das seit vor vielen Jahren angek&uum (...) mehr

Weitere News