The Last Guardian: Entwickler lernen von No Man's Sky

von Frank Bartsch (11. November 2016)

The Last Guardian steht seit neun Jahren in der Entwicklung. In dieser Zeit hat sich die Videospielwelt stark verändert. Und gerade das Beispiel No Man's Sky zeigt, wie Kommunikation schiefgehen kann. Daraus lernt das Entwickler-Team von The Last Guardian.

2007 begann die Entwicklung des Spiels. Damals war Nintendo mit dem 3DS und der Wii als Hardware-Hersteller ganz weit vorne mit dabei. Mass Effect und Assassin's Creed debütierten und PS3 und Xbox 360 durchbrachen gerade jeweils die Millionenmarke der Konsolenverkäufe.

Neun Jahre später macht Ubisofts Meuchelserie eine ungewiss lange Pause, Commander Shepard wird durch die Geschwister Ryder abgelöst, Nintendo kämpft mit Verlusten aus dem Hardwaregeschäft und "Day One"-Patches sind Alltag.

In den neun Jahren seit dem Produktionsstart von The Last Guardian hat sich einiges getan. Die Kommunikation rund um das Spiel ist nur durch Terminverschiebungen und Unklarheiten geprägt gewesen. Viele Spieler glauben selbst jetzt nicht daran, dass The Last Guardian tatsächlich am 6. Dezember für PS4 erscheint.

In dieser langen Zeit hatten die Spieler genügend Freiraum, um sich Gedanken zu machen, was denn The Last Guardian spielerisch alles leisten kann und was nicht.

Das ist auch dem Produzenten Fumito Ueda bewusst, wie er jetzt gegenüber dem englischsprachigen Magazin Engadget äußert: "Offenbar gibt es gewisse Erwartungshaltungen. Diese sind sehr individuell, basierend darauf, was die Personen bisher an Informationen zum Spiel mitgenommen haben."

Und hier sieht Ueda Parallelen zu No Man's Sky. Nach ersten Videos haben Spieler viel von dem Projekt erwartet. Das Marketing von Sony heizte zudem weiter an und bald schon wurde das Spiel des kleinen Studios Hello Games zu einem der heiß begehrtesten Erwartungen der vergangenen Jahre.

Und dann enttäuschte es viele Spieler. Es kam zu Forderungen nach Rückerstattungen des Kaufpreises und sogar Anzeigen wegen irreführender Werbung.

Ueda ist sich bewusst, dass seinem Projekt ein ähnliches Schicksal droht. In den neun Jahren hat sich mitunter ein Vakuum an Erwartungen aufgestaut. Doch er sieht das als Ansporn an.

"Es hält uns motiviert zu wissen, dass so viele Leute hohe Erwartungen an das Spiel haben", erklärt Ueda, "der Druck, den wir empfinden, verwandelt sich in Motivation und hilft uns und unseren Partnern am Ball zu bleiben."

Ueda glaubt an sein Projekt und hebt hervor, dass vor allem die sich entwickelnde, emotionale Bindung zwischen dem Wesen Trico und dem Jungen im Spiel für bleibende Eindrücke sorgen wird.

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The Last Guardian - Trico lebt!

Kann The Last Guardian die Erwartungen der Spieler erfüllen? Der Produzent ist sich da ziemlich sicher.

Tags: Singleplayer   Fantasy  

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