Carbon Warfare: Zynisches Strategiespiel zum Weltklimagipfel vermittelt Bildung

von Emily Schuhmann (30. November 2016)

Als Spieler hat man oft die Mission, die Welt vor ihrer Zerstörung zu bewahren. Bei Carbon Warfare sieht die Sache etwas anders aus. Das Strategiespiel für iOS und Android, macht es euch zur Aufgabe die Erde zu zerstören - ab sofort für nur drei Euro.

Durch industrielle Investitionen und die Platzierung von Naturkatastrophen, sollt ihr den Planeten unbewohnbar machen. Euer Gegner ist dabei die Wahrnehmung der Menschheit und wie schnell sie es schafft, eine Lösung für das Klimaproblem zu finden.

Das Spielprinzip ähnelt dem von Plague Inc., bloß das ihr keine Krankheit, sondern die geballte Macht des Klimawandels auf die Welt loslasst. Das Spielfeld bei Carbon Warfare ist keine aufgeklappte Karte, sondern ein Globus. Dadurch fällt es manchmal schwer den Überblick zu behalten, was gerade wo passiert. Und das ist einiges.

Es gibt zu Anfang drei Szenarien, zwei weitere könnt ihr euch freispielen oder kaufen, mit jeweils drei Schwierigkeitsgraden. Eure Aufgabe ist es immer eine vorgegebene Anzahl an Großstädten zu zerstören, bevor die Menschheit reagieren kann und ihr Kohlendioxid-Bindungsprogramm fertigstellt. Zwei der Szenarien lassen euch die Erde mit menschlichen Möglichkeiten zerstören. Investitionen und politische Schachzüge sind eure Waffen, um die Welt langsam aber sicher zu Grunde zu richten.

Jeder Kontinent reagiert dabei anders auf eure Bemühungen. In Europa zu investieren bring viel Profit, aber die Öffentlichkeit reagiert auch sehr schnell. Ähnliche Investitionen in Afrika werfen weniger Gewinn ab, sorgen aber auch für weniger Aufmerksamkeit als in umweltbewussteren Teilen der Welt. In "Zorn der Natur" könnt ihr euch auf übermenschliche Art austoben. Zwar gibt es Katastrophen wie Überschwemmungen, Waldbrände und Wirbelstürme auch in den anderen Szenarien, aber dieses konzentriert sich komplett auf sie.

Noch ist alles friedlich, aber bald steigt das Thermometer und die Folgen sind alles andere als schön. Noch ist alles friedlich, aber bald steigt das Thermometer und die Folgen sind alles andere als schön.

Das Spiel erschien passend zum Weltklimagipfel 2016 in Marrakesh. Es entstand in Zusammenarbeit mit Umweltökonom Yoram Bauman von der Uni Washington. Carbon Warfare visualisiert die vorhergesagten Folgen, falls die Durchschnittstemperatur auf der Erde von 15 auf 21 Grad ansteigen sollte.

Trotz des ernsten Hintergrunds macht das Spiel Spaß. Die Szenarien erfordern unterschiedliche Strategien und die höheren Schwierigkeitsgrade sind eine Herausforderung. Wer sich selbst an der Zerstörung der Welt versuchen will, kann das Spiel wie gesagt für jeweils drei Euro aus Google Play und dem App Store herunterladen.

Tags: Politik  

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