Ausprobiert: Mit dem Nacon PS4 Revolution Pro Controller erscheint ein Luxus-Pad für PS4

von Dennis Michel (09. Dezember 2016)

Nacon bringt in den nächsten Tagen für die PlayStation 4 den Revolution Pro Controller für 110 Euro auf den Markt. Wir durften ihn vorab ausprobieren und sind größtenteils begeistert. Das Pad richtet sich in erster Linie an Pro-Gamer und den E-Sport-Anhänger, eignet sich aber auch für den Hausgebrauch.

Das Wichtigste zu Beginn: Der Controller fühlt sich gut an und liegt toll in der Hand. Sowohl Spieler mit kleinen, als auch jene mit größeren Händen (Onkel Jo), sollten das Gamepad und seine Tasten problemlos greifen können.

Der größte Kritikpunkt am Controller ist die Abhängigkeit an das drei Meter kurze Kabel. Das bringt zwar gegenüber der drahtlosen Variante minimale Geschwindigkeitsvorteile, kettet euch aber auch an die Konsole und birgt Stolperfallengefahr.

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Auf den ersten Blick fällt auf, dass sich Hersteller Nacon im Vergleich zu Sonys offiziellem PS4-Controller dazu entschieden hat, die Analog-Sticks versetzt anzubringen. Darüber hinaus liegen diese nicht nebeneinander, sondern werden durch ein “8 Wege“-Steuerkreuz getrennt. Dies erinnert stark an das "Xbox One"-Pendant aus dem Hause Microsoft. Einen Höhepunkt in Bezug auf die Analog-Sticks, stellt deren 46-Grad-Neigungswinkel dar, durch den sich anvisierte Punkte auf dem Bilchschirm präziser ansteuern lassen.

Wie schwer der Controller in euren Händen liegt, das bestimmt ihr selbst.Wie schwer der Controller in euren Händen liegt, das bestimmt ihr selbst.

Der Controller kann je nach Wunsch in puncto Gewicht verändert werden: An beiden Griffseiten lässt sich ein Fach öffnen, in das ihr Gewichte einsetzen könnt. Dafür stehen euch Metallstücke von 10,14 und 17 Gramm zur Verfügung.

Rein optisch haben sich die Entwickler den ein oder anderen Höhepunkt einfallen lassen. So sind die ikonischen Knopf-Logos von PlayStation auf dem Touchpad angebracht. Das sieht schick aus. Ebenfalls ansprechend wirkt die optische Leuchte am rechten Analog-Stick. Hier erfahrt ihr, ob der reguläre Modus (blaues Licht) aktiviert ist, oder ob ihr euch im Pro-Modus (rotes Licht) befindet. Im Modus für Fortgeschrittene wird laut Hersteller Nacon „ein innovatives Feature zur Anpassung der Empfindlichkeit des rechten Sticks eingesetzt, und weitere Funktionen stehen durch vier zusätzliche Kurzwahl-Tasten bereit.“ Nützlich ist die optische Erkennung unter anderem für Turniere, um ein regelkonformes Spielen ohne technische Hilfsmittel bzw. den Einsatz von Makros zu gewährleisten. Wer sich übrigens fragt, was aus der großen Leuchte am oberen Rand des PlayStation 4 Gamepads geworden ist - diese wurde entfernt und durch eine kleine Leuchte auf der Vorderseite ersetzt.

Pad mit eigener Software-Benutzeroberfläche

Auf der Rückseite könnt ihr unter anderem zwischen euren Profilen wählen.Auf der Rückseite könnt ihr unter anderem zwischen euren Profilen wählen.

Der Revolution Pro Controller erscheint zusammen mit einer eigens für das Gamepad entwickelten PC-Software, die sich vor allem an jene Spieler richtet, die sich mit den vorgegebenen Einstellungen nicht zufrieden geben möchten und gerne ihre eigenen individuellen Einstellungen verwenden. Eine App direkt für PS4 liegt ebenfalls noch im Bereich des Möglichen, allerdings nichts zum Start.

Via Software können vier Profile gleichzeitig auf dem Controller gespeichert werden. Möchtet ihr diese auswählen, steht euch dafür eine Taste an der Rückseite des Gamepads zur Verfügung. Habt ihr weitere Profile, so könnt ihr diese abspeichern und bei Bedarf austauschen. Es wird zudem möglich sein, in einer Nutzer-Datenbank die zur Verfügung gestellten Einstellungen anderer Spieler zu übernehmen. Nacon arbeitet zudem daran, die von den Entwicklerstudios als optimal eingestuften Controller-Profile der Spiele und deren Spieler aus der eSport-Szene in der Software anzubieten.

Darüber hinaus bietet die Software weiterer Einstellungsmöglichkeiten:

Deadzones
Die sogenannten toten Punkte der Trigger (L2-Taste/R2-Taste), lassen sich nach Belieben konfigurieren. Auch die statischen Totzonen der Analog-Sticks, um den Reaktionsbereich zu beeinflussen, können verändert werden.

Zonen der Bewegungsfähigkeit
Nehmen wir an ihr spielt gerade einen Shooter, kauert hinter einer Deckung und möchtet euch bei leichter Bewegung des Analog-Sticks langsam voran bewegen. Plötzlich bricht das Chaos aus und ihr müsst so schnell es geht das Heil in der Ferne suchen. Ihr neigt den Stick demensprechend weit nach vorne und bemerkt, wie eure Figur enorm an Geschwindigkeit zulegt. In Sicherheit angekommen, möchtet ihr jedoch wieder gemächlicher laufen und das ohne den Stick gen Ausgangspunkt zu bewegen. Ihr neigt ihn nun einfach weiter nach vorne und bemerkt, wie ihr an Fahrt verliert. Wie schnell ihr in den drei Zonen der Bewegungsfähigkeit seid, das könnt ihr mittels Schiebereglern exakt einstellen.

Makros
Die Tasten L3, L4, R3 und R4 an der Rückseite des Controllers können mit insgesamt vier Makros, einer abgespeicherten Reihenfolge an Aktionen, belegt werden. Wollt ihr beispielsweise in Street Fighter V nicht stets aufs Neue die Kombination für eine Hadouken drücken, dann hinterlegt ihr diese via Software als Makro.

Leuchte
Die Leuchtkraft der Lichtquelle am rechten Analog-Stick kann ebenfalls reguliert werden. Wer lange im Dunkeln zockt, der weiß dies zu schätzen.

Auf einen Blick:

• Preis: 110 Euro
• Release: Ende 2016
• Plattformen: Alle PS4-Modelle

Ausstattung:

• 2 Analogsticks mit 46° Neigungswinkel(versetzt)
• 8-Wege Steuerkreuz
• Anpassbare Trigger
• Integriertes Gewichtsfach (10g/14g/17g)
• 3,5mm Kopfhörer- Anschluss
• Spieleranzeige (Leuchte Front)
• 4 konfigurierbare Sondertasten
• Kabelgebunden 3m Kabel (Verlängerung per USB)
• Vibrations-Motor

Wir sind nach dem ersten Test sehr angetan von dem neuen Stück Hardware. Der Controller brilliert sowohl was die Haptik anbelangt, als auch von seinen diversen Komfortfunktionen, seien es die zusätzlichen Tasten auf der Pad-Rückseite, oder die präzise und schnelle Wegfindung mittels der Analog-Sticks. Die benutzerfreundliche Bedienung der Software darf an dieser Stelle ebenfalls nochmal positiv erwähnt werden. Bestellen könnt ihr das Pad zum Beispiel hier:

Tags: Hardware  

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