Fifa: Darum wollte Electronic Arts die Serie eigentlich gar nicht entwickeln

von Marco Schabel (23. Dezember 2016)

Jahr um Jahr liefern sich Electronic Arts (EA) und Konami einen Kampf um die beste Fußballsimulation mit der Fifa-Serie und der „Pro Evolution Soccer“-Serie. Wie der ehemalige EA-Entwickler Trip Hawkings und die ehemaligen EA-Führungskräfte Tom Stone und Mark Lewis in einem englischsprachigen Interview mit dem Magazin The Guardian bekannt gaben, hätte es diese Konkurrenz beinahe gar nicht gegeben.

Fußball ist der populärste Sport der Welt und in den meisten Ländern, darunter auch Deutschland, sogar die Nationalsportart. Da ist es wenig verwunderlich, dass die aus dem Hause EA Sports stammende Fußballsimulationsserie Fifa zu den erfolgreichsten Spielserien der Welt gehört und sich alljährlich millionenfach verkauft. Auch FIFA 17 hat wieder Verkaufsrekorde aufgestellt und erfreut sich großer Beliebtheit. Kaum zu glauben, dass das gesamte Projekt eigentlich gar nicht entstehen sollte.

Davon zumindest berichten die drei ehemaligen EA-Entwickler und Führungskräfte Trip Hawkings, Tom Stone und Mark Lewis in einem aktuellen Interview über die Ursprünge der heute so erfolgreichen Serie. Demnach war es damals, als die Idee zur Fifa-Serie geboren wurde, überhaupt keine gute Idee in den Augen der Führungsetage bei EA. Und das aus einem kaum nachvollziehbaren Grund.

Denn wie Hawkings berichtet, wäre die Idee beinahe alleine daran gescheitert, dass EA seinen Sitz in den USA hat - einem der wenigen Länder, in denen Fußball keinen so großen Stellenwert besitzt. Zu Beginn der 90er-Jahre war dies sogar noch viel ausgeprägter als heute. „Es gab große Skepsis in den USA, was die Zukunft des Fußballs betraf“, so Hawkings. „Es hat niemanden interessiert.

Entsprechend war auch die Reaktion, als Mark Lewis 1991 nach dem Erfolg von John Madden Football nach London reiste, um dort ein neues EA-Büro zu gründen. Dort sollte, so hatte er gehofft, ein neues Entwicklerteam den europäischen Markt erobern, indem es ein Fußballspiel entwickelte, das in Konkurrenz zum damals beliebten Sensible Soccer treten sollte. Keine gute Idee in den Augen der Unternehmensführung, wie sich herausstellte.

„Nahezu das gesamte Unternehmen in den USA war gegen unsere Idee“, so Lewis. „Sie hatten das Gefühl, dass Fußball ein viel zu komplizierter Sport sei.“ Letztlich gab es aber doch grünes Licht und Fifa International Soccer wurde unter dem damaligen Arbeitstitel Team USA Soccer zugelassen. Laut Tom Stone hat die Serie ihre Existenz und ihren Erfolg allerdings einzig und alleine der Tatsache zu verdanken, dass sie damals in London entwickelt wurde - weit weg von den Augen der US-Führung.

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