Scalebound: Platinum Games äußert sich zur Einstellung - und räumt Gerüchte aus

von Marco Schabel (12. Januar 2017)

Nach der Einstellung von Scalebound hat sich Entwickler Platinum Games zu Wort gemeldet.

Erst zu Beginn der Woche hat Microsoft - ohne Angabe von näheren Gründen - bekannt gegeben, dass das für dieses Jahr geplante Exklusivspiel Scalebound nicht mehr veröffentlicht und die Entwicklung eingestellt wird. Mittlerweile hat sich auch das verantwortliche Entwicklerstudio Platinum Games in Person des leitenden Entwickler Kenichi Sato über die englischsprachige Internetseite von Platinum Games zu Wort gemeldet.

Gigantische Monster, eine zerstörte Welt und ein Held mit rebellischem Äußeren - das waren in etwa die Grundzüge des für Xbox One und Windows 10 geplanten Exklusivspiels von Platinum Games (Bayonetta 2). Nach Verschiebungen gab Microsoft am Montag jedoch das endgültige Aus für Scalebound bekannt, ohne jedoch Gründe für die Einstellung zu nennen. Das führte zu Spekulationen. Unter anderem solle der leitende Entwickler Hideki Kamiya schlichtweg überarbeitet sein und eine Auszeit benötigen.

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Auch Gechäftsführer Sato nennt keine Gründe, hat sich aber erstmals zum Aus von Scalebound geäußert: „Es tut uns leid sagen zu müssen, dass Microsoft am 9. Januar die Einstellung von Scalebound bekannt gegeben hat“, so die offizielle Stellungnahme. „Wir sind sehr enttäuscht, dass die Dinge so enden mussten, insbesondere weil wir wissen, dass viele unserer Fans sich so sehr auf das Spiel gefreut haben wie wir selbst.“ In Zukunft habe Platinum Games aber weitere Eisen im Feuer, denen jetzt die Konzentration gilt, darunter das für März geplante Nier - Automata.

Auch Hideki Kamiya, der leitende Entwickler, hatte einige Worte zu Scalebound zu sagen. Wie er über sein englischsprachiges Twitter-Konto wissen lässt, ist er alles andere als ausgelaugt. Auch er findet es schade, dass die Spieler Scalebound nie werden spielen können. Er entschuldigt sich, das Jahr mit solch schlechten Neuigkeiten beginnen zu müssen und verspricht, auch in Zukunft spaßige Spiele entwickeln zu wollen.

Zudem weist Kamiya Gerüchte, dass er überabreite sei, energisch von sich. Im Gegenteil: Mit Blick auf die Zukunft will er sich jetzt nur noch mehr auf die Arbeit stürzen, damit er die Spieler nie wieder so enttäuschen muss.

Zuletzt hat auch Xbox-Chef Phil Spencer noch einmal ein paar Worte zu Scalebound verloren und zu verstehen gegegeben, dass es leider schwerwiegendere Gründe als nur Geld gab, ohne diese jedoch zu nennen. Weiter sehe er den Bedarf, dass Microsoft in Zukunft in eigene Studios investieren muss, damit die Abhängigkeit von externen Entwicklern nicht mehr so groß ist. Die weitere Strategie des Unternehmens werde durch die Einstellung von Scalebound jedoch nicht beeinflusst.

Mehr zum Thema: Scalebound eingestellt: Seid lieber dankbar (Kolumne)

Es ist nicht die erste Einstellung eines Spiels in der aktuellen Xbox-Generation. Erst vergangenes Jahr hat es Fable Legends und das dazugehörige Studio Lionhead getroffen.

Tags: Singleplayer   Koop-Modus  

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