Blizzard: Bots und Cheat-Programme sind wettbewerbswidrig

von Marco Schabel (19. Januar 2017)

In einem Grundsatzurteil hat der Bundesgerichtshof auf Antrag des Spieleherstellers Blizzard entschieden, dass Bots und Cheat-Programme wettbewerbswidrig sind.

Insbesondere in Online-Spielen ist es extrem nervig, einen Gegner zu haben, der sich nur mithilfe von Bots und Cheat-Programmen über Wasser halten kann. Spielehersteller Blizzard (Starcraft, World of Warcraft) ist jetzt gegen einen Vertreiber solcher Schummelprogramme vor Gericht vorgegangen - und hat, wie die Rechtsvertreter der Kanzlei Gleiss Lutz bekannt geben, in einem Grundsatzurteil Recht bekommen.

Seit Jahren versuchen sich nahezu alle Spielehersteller gegen Schummler vor allem in Online-Spielen zur Wehr zu setzen. In Folge wurden weltweit mittlerweile mehrere Millionen Spieler aus Spielen gebannt und dürfen so nicht weiterspielen. Begünstiger dieses Übels sind jedoch auch die Anbieter sogenannter Bots und Cheat-Programme, gegen die sich erstmals Blizzard gerichtlich zur Wehr gesetzt hat. Mit Erfolg.

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Denn wie Gleiss Lutz berichtet, hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits in der vergangenen Woche ein Grundsatzurteil gefällt. Nachdem sich Blizzard bereits seit 2010 in mehreren Instanzen in Deutschland mit dem Bot-Anbieter Bossland GmbH herumgeschlagen hat, erging am 12. Januar das endgültige Urteil gegen den Anbieter, mit dem Aktenzeichen I ZR 253/14 - World of Warcraft II.

In diesem Grundsatzurteil wird erklärt, dass die Verwendung solcher Programme und Bots gegen die Nutzungsbedingungen Blizzards verstößt und der Vertrieb durch die Bossland GmbH demnach nicht hingenommen werden muss. Es sei wettbewerbswidrig und das Urteil liege somit auch im Interesse der ehrlichen Spieler. Im Detail ging es um die Bots „Honorbuddy“ und „Gatherbuddy“. Zudem wurde eine Markenrechtsverletzung geprüft.

Ob das Urteil tatsächlich jemanden davon abhalten wird, Bots und Cheat-Programme zu kaufen und zu verwenden oder diese anzubieten, bleibt fraglich. Fest steht jedoch, dass Blizzard ein deutliches Signal an die Anbieter und auch die Spielebranche sendet.

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Tags: Politik   Fantasy   Online-Zwang   Multiplayer  

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