PlayStation Network: Spieler von störendem Spam-Dienst geplagt

von Luis Kümmeler (31. Januar 2017)

Nicht wenige Spieler des PlayStation Network nutzen derzeit den Dienst „Spam PSN“, und bombadieren ihre Mitspieler mit Spam-Nachrichten. Wer sich belästigt fühlt, hat auf der Seite des Anbieters die Möglichkeit, dem Ärger gegen eine Gebühr von einem Dollar ein Ende zu setzen.

Ein hartnäckiger Spam-Dienst macht im Internet die Runde – und vielen Nutzern des PlayStation Network das Leben schwer. „Spam PSN“ heißt der fragwürdige Online-Dienst, der es Nutzern erlaubt, simultan bis zu 25 Nachrichten an eine PSN ID ihrer Wahl zu versenden. Damit soll dann aber nicht Schluss sein: Nach einer Wartezeit von drei Minuten darf das Opfer wohl erneut mit 25 Nachrichten bombadiert werden, und so weiter. Über 40 Millionen Spam-Nachrichten sollen so schon verschickt worden sein. Wer sich von dem digitalen Poststurm belästigt fühlt, soll derweil die Möglichkeit haben, sich auf der Webseite des Dienstes für eine Gebühr von einem Dollar (aktuell 93 Cent) auf eine Liste setzen und damit wieder Frieden in den eigenen Posteingang einkehren zu lassen.

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Ursprünglich soll der Dienst ins Leben gerufen worden sein, damit Spieler ihre Freunde im PlayStation Network ärgern können, so soll ein anonymer Betreiber der Seite gegenüber der englischsprachigen Seite Kotaku ausgesagt haben: „Unser Ziel ist es nicht, Spielern auf die Nerven zu gehen, sondern ihnen zu erlauben, ihren Freunden lustige Streiche zu spielen“. Die Möglichkeiten für Unruhestifter, dieses Angebot zur Belästigung von Mitspielern auszunutzen, liegen allerdings auf der Hand. In den sozialen Medien sind bereits zahlreiche Fälle ans Tageslicht gekommen, in denen Nutzer von ihren Mitspielern gestört wurden - das reichte von Racheaktionen schlechter Verlierer in Call of Duty zu puren Mobbing-Aktionen aus anderen Gründen.

Die Betreiber von „Spam PSN“ soll dies jedoch nicht abhalten, ihren Dienst weiter auszubauen. Ein „Pro-Modus“ soll Nutzern offenbar zukünftig erlauben, nach freiem Ermessen Spam-Nachrichten rauszuschicken – und das ganz ohne Wartezeit. Dabei ist es verwunderlich, dass Sony selbst noch nichts gegen diese Art der Belästigung unternommen hat. Wer sich jedoch zu den Gestörten zählt, oder einfach nur vorsorgen möchte, ist natürlich nicht darauf angewiesen, den erwähnten Dollar an die Seite zu zahlen: Eine simple Einstellung in den Privatsphäreeinstellungen des eigenen PlayStation-Kontos tut's ebenfalls.

Das PlayStation Network hat zahlreiche Spiele in petto, die einen Blick wert sind. Welche unter anderem dazugehören, entnehmt ihr unserer Bilderstrecke.

Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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