Crowdfunding: Kickstarter und Co. auf absteigendem Ast

von Frank Bartsch (07. Februar 2017)

Crowdfunding, also die Finanzierung durch interessierte und potenzielle Nutzer eines Projekts, scheint in der traditionellen Art und Weise zumindest für Videospiele auf dem absteigenden Ast zu sein. Branchenprimus Kickstarter hat in dem Geschäftszweig im vergangenen Jahr einen Einbruch von 60 Prozent verzeichnet.

Sind Kickstarters erfolgreiche Tage wie bei Großprojekten, wie Kingdom Come – Deliverance (siehe Bild über dieser Meldung) oder auch Shenmue 3 gezählt? Immerhin gab es 2016 einen herben Einbruch.

Nach Recherchen des englischsprachigen Magazins Polygon gab es im Jahr 2015 erfolgreiche Videospiel-Projekte im Gesamtwert von 41,5 Millionen Dollar, was rund 39 Millionen Euro bedeutet.

2016 gab es hingegen erfolgreiche Projekte im Umfang von 17,6 Millionen Dollar, also 16,4 Millionen Euro. Ein Einbruch von gut 60 Prozent binnen eines Jahres. Dieser Einbruch hat gleich mehrere Ursachen und liegt nicht in etwa daran, dass die Spieler nicht daran interessiert sind an der Entstehung von Projekten mitbeteiligt zu sein. Das sind nur die offensichtlichsten Gründe.

Dieses Video zu Shenmue 3 schon gesehen?

Enttäuschung

Neben Veruntreuung von Projektgeldern, wie in dem Falle des Kickstarter-Projekts „Ant Simulator“ hat es bei vielen Ideen aber auch Ernüchterung gegeben.

Die Initiatoren konnten einfach nicht das abliefern, was versprochen wurde. Das hat sicher so manchem Geldgeber den Spaß am Crowdfunding verdorben.

Brettspiele trumpfen auf

Über Kickstarter können alle möglichen Projektideen eingereicht und finanziert werden. Nicht nur Videospiele. Vor allem in 2016 hat es einen sprunghaften Anstieg von Ideen für innovative Brettspiele gegeben. Es gibt halt auch viele Videospieler, die Brettspiele lieben und mitunter ihr Geld eher in frische Ansätze für spannende Brettspiele gesteckt haben.

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Equity Crowdfunding wird populärer

Durch Equity Crowdfunding sichert ihr euch durch eure Investition nicht nur ein fertiges Spiel. Ihr könnt euch am weiteren Verkaufserfolg des Inhalts beteiligen.

Die Plattform „Fig“ hat die größte Reichweite für diese Art der Unterstützung von neuen Projekten. Namhafte Hersteller wie Double Fine oder auch InXile wickeln ihre Finanzierung nicht mehr über Kickstarter, sondern Fig ab.

Ob Kickstarter bald ebenfalls eine Erfolgsbeteiligung anbieten wird, bleibt abzuwarten. Nicht jeder Hersteller möchte nämlich die Unterstützer auch am kommerziellen Erfolg teilhaben lassen.

Mit "Jede Menge Kickstarter-Projekte", wie es noch vor nicht allzu langer Zeit behauptet werden konnte, sieht es also im Bereich der Videospiele aktuell nicht so dynamisch aus. Schaut mal in die Bilderstrecke, was so alles über die Finanzierungsplattform realisiert werden sollte.

Tags: Kickstarter   Rumor   Indie  

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