Sony kontrolliert über die Hälfte des Videospielmarktes

von Sören Wetterau (17. März 2017)

Der Videospielmarkt ist fest in der Hand von Sony: 2016 haben Spieler weltweit rund 19,7 Milliarden Dollar (zirka 18,4 Milliarden Euro) in Spiele, Hardware oder Dienste des PlayStation-Herstellers investiert, wie die US-Seite Venturebeat unter Berufung auf die Analysten-Firma IHS Markit berichtet.

Zwar ist der Gesamtmarkt 2016 im Vergleich zu 2015 ein wenig geschrumpft, aber an den Machtverhältnissen hat sich nichts geändert. Mit 57 Prozent ist Sony deutlich an der Spitze, wovon alleine 51 Prozent oder 17,8 Milliarden Dollar (zirka 16,6 Milliarden Euro) auf die PlayStation 4 zurückzuführen sind. Größter Konkurrent ist Microsoft mit der Xbox One, die grob 26 Prozent für sich beansprucht. Nintendo vervollständigt die Top 3 mit insgesamt 8 Prozent Marktanteil für die 3DS-Familie.

Für Sony und Nintendo erwartet IHS Markit 2017 eine weitere Steigerung, unter anderem aufgrund der Veröffentlichung der Nintendo Switch und dem zunehmenden Verkauf von digitalen Spielen. Bislang können beide Firmen durchaus zufrieden auf das Jahr 2017 blicken. Sowohl Horizon - Zero Dawn als auch The Legend of Zelda - Breath of the Wild haben einen erfolgreichen Start hingelegt. Für Microsoft ist die Vorhersage trotz der Ankündigung von Project Scorpio stagnierend.

Insgesamt erwirtschaftete der Videospielmarkt 2016 ein Ertragsvolumen von 34,7 Milliarden Dollar (zirka 32,4 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Verlust von 2,5 Prozent. Für 2017 erwarten die Analysten wiederum eine Steigerung um 4,1 Prozent auf 36,2 Milliarden Dollar (rund 33,7 Milliarden Euro). Im Mittelpunkt steht dabei der digitale Markt, dessen Wachstum nicht aufzuhalten sei.

Schon 2016 hat Sony ohne Abo-Dienste wie PlayStation Plus rund 4,4 Milliarden Dollar (rund 4,1 Milliarden Euro) im digitalen Geschäftsbereich erwirtschaftet. Für 2017 soll die Marke von 5 Milliarden Dollar (zirka 4,7 Milliarden Euro) fallen. Den Trend hin zum digitalen Erlebnis sehen die Analysten von IHS Markit außerdem in der Ankündigung von Sony, dass zukünftig der Streaming-Dienst PlayStation Now PS4-Spiele im Angebot haben wird, sowie im Xbox Game Pass von Microsoft.

Nintendo ist 2016 der einzige der drei Anbieter gewesen, der aufgrund ausbleibender "Wii U"-Veröffentlichungen einen Rückgang im Digitalgeschäft zu verzeichnen hat. Für 2017 sehen die Erwartungen unter Berücksichtigung der Nintendo Switch deutlich zufriedenstellender aus.

2017 könnte ein richtiges Nintendo-Jahr werden: Mit der Veröffentlichung der Nintendo Switch und dem Erscheinen von The Legend of Zelda - Breath of the Wild haben die Japaner gut vorgelegt.

Tags: Hardware  

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