Nach Hasstiraden über soziale Netzwerke: Entwickler spenden Geld

von Frank Bartsch (25. März 2017)

In den vergangenen Tagen zeigten sich Zocker über soziale Netzwerke nicht von ihrer besten Seite. Nach Hasstiraden gegen Frauen in der Videospielbranche haben nun mehrere Entwickler für eine Initiative gespendet, um sogar noch mehr Frauen den Zugang in Berufe innerhalb der Branche zu ermöglichen.

Auslöser ist der hässliche Vorfall rund um Mass Effect - Andromeda. Die Animationen im Spiel sind mitunter misslungen. Eine vermeintlich Verantwortliche für diese Aufgabe wurde von enttäuschten Spielern über soziale Netzwerke angefeindet.

Dieses Video zu The Last of Us schon gesehen?

Nicht wenige der Anfeindungen bezogen sich darauf, dass sie als Frau ja fachlich gar nicht geeignet sei und sie den Job nur für sexuelle Gefälligkeiten erhielt. Alles Unterstellungen höchst sexistischer Natur, noch dazu ohne jegliche Beweise. Nun reagieren auch andere Entwickler auf dieses giftige Verhalten der Spieler.

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Allen voran Alex Neonakis. Sie stellt sich den verblendeten Nutzern in besonderer Weise entgegen. Über Twitter gibt sie bekannt, dass sie die Anfeindungen zum Anlass nutzt, um für die Initiative "Girls Make Games" zu spenden.

Neonakis ist bei Naughty Dog angestellt und arbeitete unter anderem an The Last of Us (Bild über dieser Meldung) mit.

Ihrem Beispiel folgten weitere Vertreter der Branche, egal ob männlich oder weiblich. Mit ihrer Spende setzen die Entwickler, Produzenten, Grafiker, Drehbuchautoren und noch viele mehr ein Zeichen gegen Diskriminierung.

Girls Make Games organisiert Workshops, Tage der offenen Tür und auch Vermittlungen, um die Branche für weibliche Angestellte zu nutzen. Laut Statistiken der "Entertainment Software Association" (ESA) sind aktuell nur knapp 22 Prozent der Arbeitsplätze in der Videospielbranche durch Frauen besetzt, wie das englischsprachige Magazin Gamesindustry berichtet.

The Last of Us begeisterte die Spielerschaft. Am Projekt haben auch Frauen mitgewirkt. Also es liegt eindeutig nicht am Geschlecht der Mitwirkenden, ob ein Spiel überzeugen kann oder nicht. Und nicht zu vergessen: Mit Ellie ist eine unvergessliche, weibliche Spielfigur erschaffen worden.

Tags: Singleplayer   Politik  

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