Gearbox vs. G2A: Kontroverser Key-Händler wehrt sich gegen Vorwürfe

von Sören Wetterau (11. April 2017)

In der öffentlichenden Fehde zwischen dem Entwickler Gearbox und dem als kontrovers geltenden Key-Händler G2A beginnt das nächste Kapitel. In diesem weisen die Betreiber von G2A die Vorwürfe seitens des "Bulletstorm - Full Clip"-Herstellers und des Youtubers John "TotalBiscuit" Bain zurück.

Die Verantwortlichen von G2A werfen in ihrer Stellungnahme auf der Webseite des Unternehmens vor allem Gearbox einen "überstürzten Aktionismus" vor, der auf "unvollständiger Kenntnis der Fakten" basieren würde. Die Forderungen des Herstellers seien "seit langem Teil unseres Marktplatzes", so der Key-Händler, weshalb das Ultimatum "vollständig unnötig" gewesen ist.

Im Verlauf der Stellungnahme geht G2A näher auf die einzelnen Forderungen ein, die allesamt zurückgewiesen werden. So heißt es, dass es einen Käuferschutz auch ohne den Erwerb des Zusatzdienstes "G2A Shield" geben würde. Gibt es ein Problem bei der Aktivierung eines Keys, könne sich der Käufer an den Händler wenden und eine Erstattung des Kaufpreises oder einen Alternativschlüssel anfragen. Sollte dies nicht klappen, kann sich der Käufer anschließend an den Kunden-Support von G2A wenden, der sich wiederum mit dem Verkäufer auseinandersetzen würde. Dieser Vorgang würde normalerweise nur wenige Stunden in Anspruch nehmen.

News zu Games, Cheats, Konsolen & mehr! Jetzt direkt per WhatsApp auf dein Smartphone. Starte jetzt!
1
Klicke unten und speichere die Nummer als „Spieletipps”!
2
Schicke uns eine Nachricht mit dem Wort „Start”. +4915792368953

Der Shield-Service sei deshalb vor allem eine Komfortoption, bei der der Käufer nicht mit dem Händler interagieren muss. Bei einem Problem wendet sich der Käufer mit seinem Anliegen an den "24 Stunden Live-Chat", wo er in der Regel den Kaufpreis innerhalb weniger Minuten erstattet bekommt. Alle weiteren Dinge klärt G2A anschließend selbst mit dem Verkäufer.

Keine versteckten Kosten und kein Zugriff

Im gleichen Atemzug weist das Unternehmen die Vorwürfe bezüglich versteckter Kosten von sich. Sämtliche Gebühren und Steuern seien klar und deutlich ausgeschrieben, wobei dies abhängig vom Land des Käufers und der gewählten Zahlungsmethode sei. Dennoch arbeite das Team an Verbesserungen, die schon bald implementiert werden sollen.

Der Forderung, dass zertifizierte Enwickler und Hersteller Zugriff auf die Key-Datenbank erhalten, um möglicherweise gestohlene Aktivierungschlüssel frühzeitig zu erkennen und zu deaktivieren, will G2A derweil auf gar keinen Fall nachkommen. Als Grund gibt der Key-Händler an, dass manche Entwickler versuchen würden, den Markt zu kontrollieren und den Weiterverkauf ihrer Aktivierungsschlüssel unterbinden möchten. Deshalb gewähren die Verantwortlichen Drittunternehmen keinen Zugriff und schon gar nicht die Möglichkeit Keys zu löschen, da sie vermuten, dass das System missbraucht werden könnte. Auf lange Sicht würde das sowohl den Herstellern, als auch den Spielern nur schaden.

Missbrauchs-Funktion für Entwickler vorhanden

Stattdessen verweist G2A auf sein eigenes Direct-Programm, bei denen Entwickler mit dem Key-Händler ein Abkommen eingehen und somit auch Zugriff auf die Datenbank erhalten. Anbieter, die sich dem Service anschließen, würden das Vertrauen von G2A genießen.

Unabhängig davon kann sich jeder Entwickler bezüglich illegal erworbener Aktivierungschlüssel an das Unternehmen werden, sofern Beweise vorliegen. Ist dies der Fall, werden die Exemplare des Spiels entfernt und die Informationen über den jeweiligen Verkäufer an die Behörden weitergegeben.

Im Fazit der Stellungnahme heißt es, dass G2A die Kritiker respektiert, diese aber manchmal nicht verstehen würden, wie der Marktplatz des Unternehmens funktioniert. Das Ultimatum, welches laut dem Keyhändler von John Baine teilweise formuliert wurde, sei das beste Beispiel für das Zitieren von falschen Behauptungen.

Tags: Politik  

Kommentare anzeigen

News gehört zu diesen Spielen

Bulletstorm - Full Clip
Zelda - Breath of the Wild: Modder bringt Charaktere aus GTA, Minecraft und Mario ins Spiel

Zelda - Breath of the Wild: Modder bringt Charaktere aus GTA, Minecraft und Mario ins Spiel

WilianZilv / gamebanana.com Der Modder WilianZilv hat siverse Charakter-Skins für die inoffizielle Emulator-Version (...) mehr

Weitere News