Pokémon Go: Mit dieser Änderung will der Entwickler gegen Schummler vorgehen

von Luis Kümmeler (24. April 2017)

Entwickler Niantic Labs hat eine Änderung an seinem Mobile-Spiel Pokémon Go vorgenommen, die Schummler – sogenanannte „Spoofer“ – ordentlich ärgern soll.

Pokémon-Attribute wie „Angriff“, „Verteidigung“ und „Ausdauer“ werden in Pokémon Go durch sogenannte IV-Werte bestimmt – das steht für „Individual Values“. Diese Werte sind versteckt und variieren von Pokémon zu Pokémon, waren bislang allerdings unabhängig vom Trainer-Level. Konkret bedeutet das: Fing ein Spieler auf Stufe 1 ein wildes Glumanda, hatte es die gleichen Werte, als hätte etwa ein Trainer auf Stufe 30 dieses Pokémon in seine Sammlung aufgenommen. Das hat sich nun aber geändert, wie die Seite Mein MMO berichtet.

Um Schummler in Pokémon Go zu behindern, hat Niantic das IV-System offenbar einer Änderung unterzogen. Jetzt sollen die IV-Werte wohl vom Trainer-Level abhängig sein – fängt ein Spieler auf Stufe 1 etwa ein wildes Glumanda mit einem IV-Wert von 100 Prozent, dann könnte das gleiche Monster für einen hochstufigeren Trainer mit geringerem IV-Wert und sogar anderen Attacken daherkommen.

Diese Änderung soll sich für normale Spieler nicht negativ bemerkbar machen, sehr wohl aber für Schummler, sogenannte „Spoofer“. Bei denen handelt es sich um Spieler, die mithilfe gefälschter GPS-Signale im Spiel jeden Fleck der Erde bereisen können, ohne dafür die heimische Couch verlassen zu müssen. Damit können sie etwa wertvolle Pokémon rund um den Globus aufspüren, die für viele andere Spieler so unerreichbar wären. Dafür setzen viele „Spoofer“ allerdings auf sogenannte „Live-Maps“, welche die Aufenthaltsorte wilder Pokémon und sogar deren IV-Werte anzeigen.

Und hier kommt die angesprochene IV-Änderung ins Spiel. Damit die Werte auf besagten Karten angezeigt werden, beziehen diese Dienste ihre Informationen durch Bots. Das sind Level-1-Accounts, die in allen Regionen nach Pokémon suchen, und Informationen über ihre Funde weitergeben. Trifft nun allerdings solch ein niedrig-stufiger Bot auf ein Pokémon, und gibt etwa einen IV-Wert von 100 Prozent durch, dann mag das für Spieler eines ähnlich niedrigen Levels durchaus zutreffen, hochstufige Spieler würden allerdings auf ein deutlich schwächeres Monster treffen als ihnen die Karte angezeigt hat.

Diese Änderung könnte sich sehr effektiv gegen Schummler erweisen, und auch den von offizieller Seite her eher unbeliebten Live-Maps einen Strich durch die Rechnung machen. Um auch für Spieler höheren Levels einigermaßen zuverlässige Pokémon-Werte ermitteln zu können, müssten Bots nun erst auf gleich hohe Stufen gelevelt werden – bei immer wieder vorkommenden Bannwellen durch den Entwickler vermutlich ein wenig lohnenswertes Unterfangen.

Tags: Free 2 play   Multiplayer   Update   Hacks  

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