Xbox-Chef reagiert auf Sonys Ablehnung von Crossplay

von Micky Auer (15. Juni 2017)

Erst gestern haben wir darüber berichtet, dass Sony es ablehnt, ein Crossplay-Feature einzuführen, während Konkurrent Microsoft den entgegengesetzten Weg geht. Phil Spencer, Leiter der Xbox-Sparte bei Microsoft, hält diese Entscheidung für nicht zielführend und findet auch entsprechende Worte dafür.

Sonys Hauptgrund für die Ablehnung von Crossplay sind demnach "Sicherheitsgründe", um vor allem jüngere Spieler vor Online-Übergriffen zu schützen. Im Angesicht der Tatsache, dass selbst ein als stets familienfreundlich geltendes Unternehmen wie Nintendo plattformübergreifendes Spielen unterstützt, hält die Aussage seitens Sony keine besonders starken Argumente parat.

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Wie die englischsprachige Seite Polygon berichtet, äußert Spencer nun seinen Unmut über Sonys Entscheidung. Er prangert an, dass Sony die unterschwellige Aussage in den Raum stellt, Microsoft würde sich nicht um die Sicherheit seiner Nutzer kümmern. Er geht sogar noch weiter und sagt: "Ich finde diese Aussage nicht nur vom Standpunkt Microsofts, sondern von der ganzen Industrie aus ... wie soll ich sagen, ich weiß nicht, warum das zum Dialog werden muss. Es scheint für niemanden gesund zu sein."

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Spencer zieht aus Sonys Kommentaren den Schluss, sie seien eine abfällige Betrachtung von Microsofts Bemühungen, junge Spieler zu schützen. Schlussendlich konnte er sich jedoch zügeln und verblieb im weiteren Gespräch mit Giant Bomb durchaus diplomatisch und professionell. Sein Gebaren zeigte aber deutlich, dass er Sonys verhaltene Attacke als beleidigend und die Begründung dahinter als absurd empfand.

"Wir gewähren die Sicherheit all unserer Spieler auf Xbox Live, in allen unseren Spielen. Auch in Minecraft, was ein unglaublich wichtiger Teil des Ganzen ist. Das ist für unser Team die höchste Wichtigkeit", äußert Spencer gegenüber Giant Bomb. "Wir könnten niemals zulassen, Minecraft in eine Umgebung einzubinden, von der wir glauben, sie wäre nicht sicher für unsere Spieler."

Es ist jedoch in dieser Angelegenheit noch nichts in Stein gemeiselt. Sony hat bereits bekanntgegeben, dass in dieser Angelegenheit zurzeit keine Gespräche stattfinden. Das zumindest stellt ein gewisses "Sag niemals nie"-Szenario in Aussicht. Phil Spencer von Microsoft signalisiert jedoch deutlich, dass er dazu bereit wäre: "Die Tür steht offen."

Nicht nur Rocket League soll zukünftig plattformübergreifendes Spielen ermöglichen, auch so große Namen wie Minecraft führen Spieler auf unterschiedlichen System zusammen. Nintendo und Microsoft sind offen für diesen Schritt, Sony zeigt sich jedoch noch nicht bereit dafür.

Tags: E3  

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