04.06.07

In die nach der Trennung von Publisher JoWood und Entwicker Piranha Bytesunsicher gewordene Zukunft der Gothic-Reihe bringt ein Interview des Finanzmagazins Börse Express mit Albert Seidl, CEO von JoWood, neues Licht.

In diesem Gespräch bzgl. JoWoods Quartalserfolg, antwortete Seidl auf die Frage, welche der beiden Firmen die Rechte an Gothic 4 habe:

"Wir machen Gothic 4, weil wir ausschließlich und exklusiv dazu berechtigt sind. Dies beinhaltet auch sämtliche Derivate auf die Gothic-Serie und etwaige weitere Nachfolger."

Aus dieser Aussage kann man folgern, dass Piranha Bytes nach der Trennung nicht mehr berechtigt ist, einen weiteren Teil der Reihe zu entwickeln, was Michael Rüve, Piranha Bytes, jedoch im World of Gothic - Forum noch wenige Tage zuvor dementierte:

"Wir haben die Rechte an der Marke GOTHIC nicht verkauft. Schon gar nicht in den letzten Monaten um etwa schnell noch Kasse zu machen und dann abzudampfen."

Da sich Albert Seidl in diesem Interview auch zum Stand von Gothic 4 äußerte und bestätigte, dass man für das für PC und Konsole geplante Sequel bereits mit einem Entwicklungsstudio in Kontakt stehe, droht ein möglicher Rechtsstreit mit Piranha Bytes.

Hintergrund: JoWood trennte sich am 22.05.2007 von Piranha Bytes um einen neuen Hersteller, der auf hohe Qualitätsstandards setzt und ein nahezu fehlerfreies Endprodukt garantieren kann, zu finden, ein indirekter Seitenhieb gegen das bisherige Studio.

(/jdi)

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