02.02.06

Neversofts Western-Shooter GUN erhielt mehr als akzeptable Wertungen in der weltweiten Fachpresse, überzeugte jedoch nicht, was die Verkaufszahlen anging. Dementsprechend düster sieht es bezüglich einer Fortsetzung des Spiels aus, die vor einiger Zeit eigentlich fest eingeplant war. Zu allem Überfluss bekommt GUN jetzt auch noch Druck vom amerikanischen Förderverein für indianische Kultur.

Der bemängelt vor allem, dass die Apache-Indianer in dem Spiel als blutrünstige Killer dargestellt und in manchen Missionen wie wertloses Freiwild behandelt werden. Statt eines Verkaufsverbotes möchte die Organisation aber lediglich die Änderung bestimmter Stellen in GUN erwirken. Ob Publisher Activision dem Folge leisten möchte, ist noch unklar.

Es gibt seit Bestehen der Filmindustrie in Hollywood unzählige historisch unkorrekte Western-Movies, in denen die Indianer stets als die Bösen dargestellt werden, die es auszurotten gilt. Anstatt allerdings in der Richtung was zu ändern, stellen die Kritiker lieber ein Medium ohne einflussreiche Lobby an den Pranger: PC- und Videospiele. Immer wieder traurig...

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