3. Kapitel - Eine Landratte im Hafen: Komplettlösung Jack Orlando

Ich sammelte die Patronen vom Boden auf, trat an das Ausgangstor heran und öffnete das Vorhängeschloß mit zwei gezielten Schüssen. Frank hatte den Wagen derweil schon fertig hergerichtet, aber ich hatte kein Geld, ihn zu bezahlen. Deshalb wanderte ich ziellos und demotiviert durch die Straßen der Stadt, bis ich auf der Rückseite des Hotels einen alten Bekannten aus der Prohibitionszeit traf: Jerry Cooper auch bekannt als Das Fläschchen . Dieser gab mir den heißen Tip, mal in der Schnapsbrennerei vorbeizuschauen, wenn ich Rum bräuchte. Und weil Rum unter Männern immer und jederzeit als Zahlungsmittel gelten kann, machte ich mich sofort auf die Socken. Der garstige Lagerleiter dort ignorierte jedoch mein Anliegen, was mich zu unkonventionelleren Mitteln greifen ließ. Im Hof schnappte ich mir eine Motorkurbel, die verwahrlost auf einer Kiste lag, und setzte den stehenden LKW flugs in Gang. Der Lagerleiter dachte nun, sein Fahrer wäre bereit, die neue Ladung wegzubringen, und machte Feierabend. Damit war der Weg zum Rum und damit zu meinen Autoschlüsseln sowie zu einem Wiedersehen mit Don Scalletti im Hafengebiet frei!

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3. Kapitel - Eine Landratte im Hafen

Am Hafeneingang stand ich vor verschlossenen Toren: erneut ein Vorhängeschloß. Allerdings half mir meine Kanone diesmal nicht sehr viel weiter. Wenigstens stolperte ich über stolze fünf Cents, die ich im Bloody Shark stehenden Fußes in Bier investierte. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, meinen Frust endgültig im Alkohol zu ertränken, doch bei dem kümmerlichen Anblick eines dürstenden Matrosen besann ich mich eines besseren. Wenigstens bekam ich im Austausch für das kühle Hopfennaß ein Stückchen Wurst. Dieses warf ich sodann dem kläffenden und zähnefletschenden Köter auf dem Gelände des Schiffsbauers zu, und - siehe da - er verwandelte sich in ein schnurrendes Kätzchen. Zumindest sah er so aus. Auf jeden Fall konnte ich nun die Metallschere aufheben, die der Hund so eifersüchtig bewacht hatte. Das Vorhängeschloß am Hafeneingang verlor damit einiges an Imposanz! Auf dem Hafengelände wurde ich glücklicherweise rechtzeitig auf die Wachpatrouille aufmerksam, die in endlosen Kreisen um die Lagerhäuser schlich. Es hieß, den richtigen Moment zum Laufen abzupassen.

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Sobald der Typ an der Vorderfront entlangmarschierte, setzte auch ich mich in Bewegung, denn seine Laufrichtung ändern würde er nicht. An den Lagerhäusern entlang schritt ich voran bis zu einem wahren Labyrinth aus großen Holzkisten, das ich bis ins letzte Eck erkundete. Gelegentlich stieß ich dabei auf ein paar üble Burschen, deren Absichten mit mir definitiv eng mit den alten Seemannsbegriffen entgräten und Knoten reinmachen verbunden waren. Meine Pistole leistete jedoch erneut gute Dienste im Sinne des Verschreckens! Einer der Räuber verlor ein Stemmeisen, mit dem ich ein halbloses Holzbrett aus einer der Kisten brechen konnte. Dieses wiederum mußte bei einem einsamen Boot im Norden als Laufplanke herhalten, um meine Klamotten trocken zu halten. Von einem kleinen Anker einmal abgesehen, bot das Boot einen recht dürftigen Eindruck, so daß ich auf direktem Wege wieder von Bord ging.

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Wenig später traf ich einen Seemann im Besitz eines Seiles, das er aber nur gegen eine neue Angel herausrücken wollte. Mangels diesbezüglicher Ressourcen verließ ich das Hafengelände wieder (stets auf der Hut vor der Wache) gen Bootsbauer, wo ich glaubte, einen Trunkenbold gesehen zu haben. Und tatsächlich: Der Schlaf hatte den Säufer inzwischen gepackt und fortgerissen, seine Flasche Rum aber war wach und wollte getrunken werden. Ich steckte sie also ein. Kaum hatte ich dem Kapitän im Hafen mein neues Angebot unterbreitet, da war ich auch schon Besitzer eines erstklassigen Seils. Derartig ausgerüstet traute ich mich, die Lagerhallen zu betreten, warf einen flüchtigen Blick auf den Stahlträger, der an einem mächtigen Magneten von der Decke baumelte, und kletterte hinauf auf den eisernen Laufsteg. Ohne lange nachzudenken, wandte ich mich dann nach rechts und platzte so mitten in eine geheime Unterhaltung zwischen Don Scalletti und einem Soldaten namens Major Maximilian Stewart.

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Die beiden machten illegale Waffengeschäfte und - ich wollte es gar nicht glauben - mein guter Freund, der Inspektor, stand auf ihrer Gehaltsliste. Sobald die Unterhaltung beendet war, drückte ich einen kleinen, roten Knopf an der Wand dort. Dem lauten Krachen und Scheppern nach zu urteilen hatte ich den Magneten im Nachbarraum deaktiviert! Wie auch immer, der Weg zum Dach war nun nicht mehr von Gewehrläufen bewacht, weil sämtliche Schützen dem Dröhnen gefolgt waren. Oben angekommen, mußte ich erneut Gebrauch von der Schlagkraft meines Revolvers machen! Ich wartete noch, bis die Wache am Boden außer Sichtweite war, konstruierte mir aus Anker und Seil eine Kletterapparatur, hakte diese am Sims fest und ließ mich auf den Lastwagen gleiten.

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