Fatal-Vortex: Aufbauplan

Aufbauplay by GTV

von: OllyHart / 14.03.2007 um 14:57

Ein detaillierter Aufbauplan enthält oft deutliche Fehler, und einen solchen fehlerhaften Plan hier als Anleitung zur Verfügung zu stellen, halte ich nicht für sinnvoll. Einen wirklich optimalen Aufbauplan wird man eher in gut organisierten Allianzen finden, so ein Plan wird aber üblicherweise nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, weil es mit einiger Arbeit verbunden ist, ihn aufzustellen. Das Ziel dieses Artikels sollte daher meiner Meinung nach viel mehr sein, einem Neuling, der seine erste Runde spielt, einige gute Vorgaben zu machen, aus denen dieser sich dann selbst einen vielleicht nicht optimalen, aber auf jeden Fall konkurrenzfähigen Plan basteln kann, der grobe Fehler vermeidet und eine ungefähre Richtung vorgibt. Deshalb habe ich in diesem Plan bewusst auf Details in der Baureihenfolge verzichtet.

Man entscheidet sich üblicherweise relativ früh im Spiel für eine von zwei typischen Startstrategien: Entweder versucht man, schnellstmöglich auf Raumjäger zu forschen, um mit diesen durch frühe Raids eine gewisse Kontrolle über die Umgebung herzustellen und durch die zusätzlichen Rohstoffeinnahmen die Kosten der Schiffe und den Rückstand im Ausbau schnell auszugleichen. Alternativ umgeht man die Raumjägerforschung, und versucht nur, möglichst schnell seine erste Kolonisationseinheit fertig zu stellen. Zwischen diesen beiden Strategien besteht eine natürliche Konkurrenzsituation: Der Koloforscher wird normalerweise immer seine nächsten Planeten vor dem Raider haben (und damit einen gewissen Vorteil), wenn er nicht durch einen Raider in der Umgebung in seiner Planung zurückgeworfen wird (was in Einzelfällen wirklich übel laufen kann – Spieler, die sich nicht zu wehren wissen, löschen in so einer Situation nicht selten ihren Account oder werden inaktiv). Welche Taktik ihr verfolgen wollt, hängt auch von eurer Umgebung ab: Raumjäger sind effektiv am Anfang des Spiels nur im eigenen System und im Nachbarsystem einsetzbar, je größer die Entfernung wird, desto höher werden auch die Flugzeiten. (Systemintern liegt die Flugzeit anfangs bei 1-2 Stunden pro Strecke, ins Nachbarsystem bei ca. 3,5 Stunden, 2 Systeme weiter schon bei über 5 Stunden.) Wer in seiner direkten Umgebung also praktisch alleine ist, sollte auf Kolos forschen – wer dagegen viele potentielle Gegner in der Nähe hat, ist vermutlich besser beraten, wenn er erstmal auf Raumjäger forscht, oder er muss sich bei der Forschung auf Kolos auf Umwege einstellen, um unanfälliger gegen Raids zu werden.

Egal, für welche Strategie man sich entscheidet, muss man zunächst eine gewisse Rohstoffversorgung herstellen. (Wobei es zumindest bei der Raumjäger-Variante sinnvoll sein kann, sehr schnell das erste Forschungszentrum zu bauen, und die ersten billigen Forschungen nebenbei laufen zu lassen. Viele (auch erfahrene) Spieler gehen sogar bei der Kolovariante so vor, ich rate aber davon ab – verlorene Forschungszeit kann man meiner Meinung nach besser durch ein höheres Forschungszentrum aufholen, wenn die Rohstoffversorgung erstmal steht.) Die wichtigste Ressource hierbei ist vorerst eindeutig Erz als wichtigste Ressource zum Ausbau von Minen, aber auch das Serex sollte beachtet werden, da es spätestens in der Forschung und beim Koloschiff eine wichtige Rolle spielt. D.h., zunächst sollten primär die Erzminen ausgebaut werden, später dann die Serexminen, und zwischendurch ausreichend viele (aber nicht zu viele) Kommandozentralen. Sofern man die Koloforscher-Variante wählt, sollte man sich wenigstens Erz und Serex auf Stufe 10 als Ziel setzen (genau 10, weil durch 5 teilbare Stufen generell einen größeren Bonus gegenüber der vorhergehenden Stufe bringen als andere Stufen), in der Raider-Variante ist das auch nicht verkehrt, aber hier kommt man auch mit weniger Serex aus (das man aber aufgrund der frühzeitigen Forschung eher braucht als bei der Kolovariante). Es macht Sinn, dabei die Kommandozentrale frühzeitig bis auf 3 auszubauen, viel mehr ist aber eher nicht sinnvoll. Stört euch nicht zu sehr an den langen Bauzeiten: Bedenkt, dass es euch wenig hilft, wenn die Gebäude schnell fertig werden, aber ihr sowieso keine Ressourcen habt, um weiter zu bauen. In dieser Zeit dann andere, billige Gebäude zu bauen, die ihr eigentlich noch nicht braucht, bringt euch nicht weiter.

Nachdem ihr dieses erste Ziel erreicht habt, wird es in jedem Fall Zeit, sich um die Forschung zu kümmern. Jetzt ist der Zeitpunkt, zu dem es sich in jedem Fall lohnt, sein erstes Forschungszentrum zu bauen, und zielorientiert mit der Forschung zu beginnen (Raumjäger oder Kolonisationseinheiten, wahlweise in können in beiden Fällen Sonden dazukommen – ihr könnt im Techtree nachschlagen, was ihr dafür jeweils braucht. Ich empfehle immer zunächst die Dinge zu forschen, die ihr auch für andere Schiffe braucht, um falls nötig umschwenken zu können, und euch erst danach zu spezialisieren.). Je nachdem, wie genau die Forschungszeiten sind (diese sind variabel und sinken, je weiter die Topforscher vorankommen) werdet ihr mit Forschungszentrum Stufe 1 nicht auskommen. Am Rundenanfang macht es diese Runde Sinn, dieses bis auf Stufe 3 auszubauen, wenn man jetzt mit der Forschung beginnt.

Die Forschung auf Raumjäger ist weniger rohstoffintensiv: Die ersten Raumjäger flogen diese Runde nach 5-6 Tagen, während die ersten Kolos erst nach 10-11 Tagen fertig sind (was aber auch zum Teil an der langen Bauzeit liegt). Diese Zeiten solltet ihr im Hinterkopf haben, auch um zu wissen, ab wann ihr als friedliche Koloforscher mit Raids durch eure Nachbarn rechnen könnt. Wenn ihr auf Raumjäger forscht, hat das absoluten Vorrang vor weiterer Rohstoffversorgung (deshalb solltet ihr in diesem Fall auch schon vorher mit der Forschung begonnen haben) – dennoch ist es sinnvoll, den Rest der Kolovariante auch mit etwas Abstand einzuhalten (d.h., nachdem ihr ein paar Raumjäger habt und eure ersten Raideinnahmen), gerade wenn die Raideinnahmen nicht ausreichen, um alle Kosten zu decken, die auf dem Weg zum ersten Koloschiff anfallen. Also zur weiteren Rohstoffversorgung auf dem Weg zum ersten Koloschiff:

Die Serexmine auf 10 reicht bis zum Koloschiff aus, während man die Erzmine durchaus noch weiter ausbauen kann (manche Spieler peilen Stufe 15 an, man kommt aber auch mit weniger aus, jedenfalls sollte euer Ziel zwischen Stufe 10 und 15 liegen). Für Koloschiffe und die Forschung dahin (Schiffsrumpf Stufe 1-3 in erster Linie) werdet ihr ausreichend Kristall brauchen. Dazu solltet ihr die Nitroxmine und den Kristallwandler auf Stufe 6 ausbauen (nicht mehr und nicht weniger, weil das Voraussetzung zum Tachyonenstrahler ist, der wesentlich effektiver ist), und danach den Tachyonenstrahler (mindestens auf Stufe 2, möglicherweise auch höher). Ihr könnt die Kristallversorgung herstellen, nachdem alle Erz- und Serexminen auf dem fürs Kolo benötigten Stand sind (wobei man für Schiffsrumpf 3 schon soviel Kristall benötigt, dass die Tachyonenstrahler fertig sein sollten, wenn man die Forschung dazu beginnen will). Einige (auch erfahrene) Spieler ziehen es vor, die ersten Nitroxminen und Kristallwandler schon frühzeitig zu bauen, ich halte es aber für einen Fehler, sich darum zu kümmern, bevor nicht wenigstens Erzmine und Serexmine auf Stufe 10 sind.

Es ist völlig normal, wenn ihr vor eurem ersten Koloschiff eine Weile wartet und nichts baut, um die Ressourcen zu sparen. Noch ein Rat: Zwar benötigt ein Koloschiff laut Techtree nur Schiffswerft 3 zum Bau, die Bauzeit beträgt hier aber fast 4 Tage. Es ist sinnvoller, seine Werft weiter auszubauen, bevor man das erste Koloschiff in Auftrag gibt, da die Bauzeit dadurch deutlich sinkt. Mit einem optimierten Plan ist es möglich, das erste Koloschiff in knapp 10 Tagen fertigzustellen, aber schon wenn ihr euch an dieses Grundgerüst haltet, dürftet ihr mit 11-12 Tagen auskommen, und damit schneller sein als viele andere Spieler.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Kolovariante ohne Schwierigkeiten umsetzbar ist. Das ist aber in manchen Fällen nicht wirklich der Fall, nämlich dann, wenn einer oder mehrere Raider den Plan durchkreuzen. Grundsätzlich empfehle ich für diese Situationen, den Artikel zum Sichern zu lesen, aber ein paar Worte will ich zu dieser speziellen Situation der sehr frühen Raids doch verlieren, weil an dieser Stelle immer noch viele Spieler aufgeben: Die Kommandozentrale schützt in dieser Runde pro Stufe (bis Stufe 10) 750 Einheiten von jedem Rohstofftyp (sie übermäßig auszubauen kann also eine Maßnahme sein), alles Weitere solltet ihr sichern, soweit möglich. Da ihr auf dem Weg zum Kolo noch keine Schiffe bauen könnt, ist das ein wenig schwieriger als sonst. Sehr kurzfristige Möglichkeiten bestehen immer darin, ein teures Gebäude und/oder eine teure Forschung anzuwerfen. Vermutlich wird das beim ersten Raid auf euch die einzige Möglichkeit sein, wenigstens den Großteil der Ressourcen zu sichern. Da aber kaum ein Raider es bei einem Versuch belässt, müssen bessere Alternativen her: Ihr könnt in der Forschung umschwenken auf kleine Transporter. Ein einziges Schiff von diesem Typ hat normalerweise genug Laderaum, um alle vorhandenen Ressourcen zu sichern. Alternativ könnt ihr auch versuchen, den Angreifer zu deffen, was in erster Linie mit einer großen Menge an Lasertürmen machbar ist. (Aber ein ausdrücklicher Hinweis an dieser Stelle: Ihr solltet diese Türme nicht als langfristige Investition betrachten. Türme sind nur dann sinnvoll, wenn man damit einen konkreten Angriff deffen kann, nicht als Vorsorge gegen weitere Raids.) Auch selbst auf Raumjäger umzuschwenken ist möglich, und vielleicht sogar die beste Möglichkeit, mit der ihr den Spieß eventuell sogar umdrehen könnt, weil ihr die bessere Grundversorgung an Rohstoffen habt. Es ist jedenfalls ein Fehler, an der direkten Koloforschung festzuhalten, wenn ihr erstmal zum Ziel eines Raiders geworden seid, da dieser sicherlich öfter vorbeikommen wird – gerade in der Anfangsphase neigen manche Spieler dazu, die wenigen Ziele, die sie haben, zu bashen (also mehrmals am Tag anzugreifen). Dann ist besser, ein paar Tage länger zum Kolo zu brauchen, aber dieses auch sicher zu erreichen, als der Illusion zu unterliegen, man könnte es auch so schaffen.

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