Rebel Galaxy: Einsteiger-Guide

Geld, Schiffe, Ausstattung und andere Tipps

von: Eljah / 05.07.2016 um 09:29

Allgemeine Tipps

All meine Tipps sind subjektiv und beruhen auf meiner eigenen Spielerfahrung. Ich habe das Spiel durch, Topschiff mit bester Ausstattung und die Platin-Trophäe erarbeitet, was also schon auf ein wenig Grundkompetenz hindeutet. Doch trotz 100 Stunden Spielerfahrung kann vieles auch anders gespielt oder priorisiert werden. Nichts ist komplett falsch bzw. der einzig richtige Weg.

Der Einstieg ist etwas komplex. Man macht sich erst einmal mit den vielen Möglichkeiten vertraut und versucht Geld für neue Ausrüstung und Schiffe aufzuhäufen. Keine Sorge: Hier kann noch nichts wirklich falsch gemacht werden. Hierzu noch ein paar grundsätzliche Hinweise.

Beim Neukauf von Schiffen, wird die komplette Ausstattung übernommen! Auch der Verkauf von Ausrüstung geschieht ohne Verlust, so dass man mit den einzelnen Waffensystem gut experimentieren kann. Kauft man ein neues Schiff, wird die Anzahl der Breitseiten automatisch angepasst, sprich man hat immer die max. Breitseitenanzahl.

Man kann im Spielverlauf gleichzeitig Mitglied beider im Spiel vorkommenen Gilden werden, der Handels- und der Söldnergilde. Vorteile sind spezielle Aufträge und exklusive Schiffe und Ausstattungsteile. (Ich persönlich hab nie ein Gildenschiff besessen, fand die "normalen" Alternativen einfach besser.)

Man kann einen Söldner als Begleiter anheuern, der einen für unbegrenzte Zeit begleitet, solange sein Schiff heil bleibt.

Die höchste Ausstattungsklasse ist MK-6. Leider gibt es nur eine verbesserte Version des Traktorstrahls, was wirklich nervig ist - was würde ich für einen MK-6-Traktorstrahl geben, der einen Autoload hat!

Geld

Es gibt unterschiedliche Arten zu Geld zu kommen, die je nach Geschmack gewählt werden kann. Dazu gehören vor allem Aufträge, Handel und Bergbau. Ich hab mich fast ausschließlich auf das Erledigen von Aufträgen konzentriert, wovon es immer genug gibt. Handel läuft nebenbei. Bergbau kann am Anfang noch recht lukrativ sein, wenn man die Geduld aufbringt.

Aufträge: Immer darauf achten, welcher Ruf durch das Erledigen beeinflusst wird. Eskorte-Missionen können vernachlässigt werden, weil sie nur im Erfolgsfall ausgezahlt werden und viel zu lange dauern. Meine erste Eskorte-Mission dauert über 30 Min. und schlug am Ende sogar fehl. Manchmal müssen bei Missionen auch drei Spots mit Gegnern angeflogen werden, die weit auseinander liegen. Sprich: Nicht ausschließlich auf die Belohnung schielen, sondern die anderen Faktoren berücksichtigen.

Handel: Grüne Zahlen sind stets gute Verkaufszahlen. Die Preise können von System zu System aber sehr unterschiedlich sein. Illegale Güter können bisweilen (mit etwas Glück) auf Planeten mit entsprechendem Regierungsstatus verkauft werden: Gespalten, Totalitarismus, Verbrechen. Manchmal auch auf Kapitalismus. Im Notfall ist ein Schmugglerfrachtraum angebracht, der bis zu 4t illegale Güter vor bösen Scannern verbirgt. Ach, und man kann im Flugmodus auch Ladung (gehe zu Frachtraum) abwerfen, blöd aber manchmal die einzige Möglichkeit nicht in Bedrängnis zu kommen. Die abgeworfende Fracht ist meist auch nach dem Andocken an eine Station noch zum Abholen bereit. Wer übrigens wirklich handeln möchte, sollte sich mit dem Planetenstatusanzeigen vertraut machen (Blockade, Feier etc.) um An- und Verkauf zu optimieren.

Bergbau: Bergbau lohnt sich höchstens am Anfang. Man sollte dazu einen Bergbaulaser (plus ggf. einen Detailscanner) installiert haben und ein gutes Gebiet finden. In guten Gebieten lassen sich höherwertige Rohstoffe abbauen.

Schiff

Das Schiff ist faktisch von sekundärer Bedeutung. Oberste Priorität sollte die Ausstattung haben.

Natürlich steigert sich mit jedem neuen Schiff die Menge der Breitseiten und der Türme. Aber ein "altes" Schiff mit sehr guter Ausstattung ist eindeutig einem neuen Schiff mit schlechten Türmen und miserabler Verteidigung vorzuziehen.

Sprich: (im Mittelgame) lieber eine volle MK-5-Ausstattung als ein neues Schiff mit komplett schlechterer MK-3-Auststattung. Das beste Schiff ist m.E. "Schwarztor", eine langsame Dreadnaught mit Top-Bewaffnung (20 Breitseiten, 16 Türme) und sehr schwerer Rumpfverteidigung. Sie ist mit Manöver-Booster noch gut steuerbar, allerdings machen enge Manöver (Asteroiden, vor Stationen) keinen Spass. Dafür rockt sie im Endgame ungemein.

Ausstattung

Beim Anschaffen neuer Ausstattung würde ich nach folgender Priorisierung vorgehen:

  1. Verteidigung: erst Schild, dann Deflektor/Rumpf
  2. Bewaffnung: Die Prioritätenreihenfolge ist wie folgt: Türme - Sekundär - Breitseite. Warum? Türme feuern (größtenteils) automatisch und erledigen später die Hauptarbeit und sind je weiter das Spiel fortschreitet die wichtigste Waffengattung. Breitseiten müssen immer erst ausgerichtet und gezielt werden - mit längerer Aufladezeit.
  3. Komponenten: Alle Komponenten sind im Kampf generell von untergeordneter Bedeutung. Sie sollten daher nachrangig verbessert werden. Während Dinge wie Traktorstrahl, Warp und Frachtraum das Spiel nur etwas angenehmer machen, sind Booster und Triebwerke noch im Kampf brauchbar - aber nicht wirklich wichtig. Die Kategorie "Untersysteme" spielen erst ab der Mitte des Games eine Rolle. Am Anfang sind sie zu teuer und daher in der Prioritätenliste weit unten.

Ich habe es folgendermaßen gemacht: Nachdem ich das erste System ziemlich abgegrast hatte, bin ich mit Geld in der Tasche 2-3 System weiter gereist und habe mir nach und nach Mk-4/5 Austattung geholt, angefangen bei den Schilden. So konnte ich im 2. System bequem alle Aufgaben erledigen. Ich hatte also zuerst komplett MK 5 (bzw.4) Verteidigung, bevor ich meine MK-2 Waffensysteme erneuert habe.

Bewaffnung

Die Art der Turmbewaffnung hängt stark von der eigenen Taktik ab. Angefangen habe ich mit Waffen mit höherer Reichweite (Streu-Kanonen als Türme und Protonen-Kanone als Breitseite). Ich hab in Kämpfen eher auf Abstand geachtet und bin bei Gegnerübermacht erst auf Abstand geflogen und habe darauf geachtet, möglichst wenig Gegner gleichzeitig zu haben.

Sobald ich aber eine bessere Verteidigung hatte, habe ich auf "Nahkamp" umgestellt, was letztlich wesentlich effektiver war, da Waffen mit wenig Reichweite deutlich mehr Schaden austeilen.

Zuletzt hab ich mit folgender Bewaffnung gespielt und selbst größte Horden hatten keine Chance:

Breitseiten: Neutronenstrahler (passable Reichweite mit 3,8 km)

Sekundär: Thermo-Rakten

Türme: 50% Partikellaser (immer auf Reichweite von 3 km achten, was bei Nahkampf aber sowieso normal ist), später hatte ich noch ein paar Ionen-Türme. Diese gibt es bei der Söldnergilde. MK-6-Türme haben eine Schilddurchdringung von 175% (gegen Großschiffe) und eine Reichweite von 2,5 km (bei Breitseitenangriffe auf Großschiffe also immer auf die Reichweite der Ionen-Türme ran!). 1-2 Schildbrecher sind auch brauchbar, gerade am Anfang. Dann noch 1 Bergbaulaser, der auch ein sehr guter Gefechtslaser ist.

Taktik

Die Bewaffnung kann durch ein eigenes Taktik-Fenster ziemlich präzise bestimmt werden. Meine Empfehlung: Alles, was Rakten verschießt auf "nur aufgeschaltet" stellen, ein paar Türme auf "nur gezielt, und den Rest auf "jedes Schiff". Den Söldner hab ich je nach Situtation zuerst oft auf "nur Jäger" gestellt und mich selbst zunächst um die Großschiffe gekümmert. Wer Projektil-Türme wie z.B. Schildbrecher auf "jedes Schiff" stellt, wird beim nächsten Andocken über die enormen Geschosskosten schlucken. Wer es auf "nur aufgeschaltet" lässt, behält die volle Kontrolle über den Verbrauch. Freilich sollten dann die Großschiffe auch wirklich (im Scannermenü) aufgeschaltet werden!

Söldner

Es ist möglich, einen (!) Söldner anzuheuern, der einen für eine einmalige Anheuer-Gebühr begleitet. Wird er im Kampf aufgerieben, ist er nicht tot, sondern steigt lediglich aus und kann erneut angeheuert werden. In schwierigen Missionen sollte man seine Schiffsanzeigen (unten links über dem Radar) im Auge behalten. Grundsätzlich kann man sagen: Je teurer, desto besser der Södner. Sie haben nie Dreadnaughts oder Zerstörer, sondern bestenfalls "modifizierte" Kanonenboote, die viel aushalten und gut austeilen können. Gerade zu Beginn, ist ein guter Söldner eine gute Investition. Im Endgame spielt er keine Rolle mehr, weil die Gegnermassen selten für ein dauerhaftes Begleitervergnügen sorgen. Außerdem kommt man spätestens mit einer solide bestückten Dreadnaught auch gut alleine zurecht.

Untersysteme

Die mit Abstand wichtigste Komponente im Untersysteme-Menü ist der "Deflektor Absorber". Raketen und Mienen sind nunmehr willkommen, weil sie keinen Schaden anrichten, sondern im Gegenteil die Schilde mit Energieversorgen! Er ist zwar superteuer. Ich habe die Anschaffung eines neuen Schiffs zurückgestellt, um mir den Absorber leisten zu können und habe es nie bereut. Die Anschaffung ist also so früh wie möglich zu empfehlen. Kämpfe werden definitiv spürbar leichter.

Die sehr behäbige "Schwarztor" (erst im Endgame finanzierbar) benötigt definitiv einen Manöver-Booster. Ansonsten hab ich die Breitseiten-Erweiterung und Breitseiten-Optimierung installiert (gibt es bei der Söldnergilde). Dies ist Endgame-Ausstattung. Den Reparatur-Bot fand ich enttäuschend, da die teuerste Reparatur (Rumpfschaden) nicht umgangen werden kann. Zwischendurch hatte ich mal den Schwachstellen-Scanner und die Geschoss-Erfassung ausprobiert. Beides nicht notwendig. Nach der Umstellung der Türme auf Partikellaser hatte ich auch kein Hitzeproblem mehr, was das Kühlsystem obsolet macht.

Trophäen

Abschließend noch ein paar Tipps zu einigen PS-4-Trophäen.

Torpedo-Vernichter: Installiere einen Flak-Turm. Suche ein Torpedoschiff (zur Not scannen und Ziele durchschalten). Schieße alle anderen Gegner ab. Geh auf Distanz und aktiviere den Flakturm manuell, da er keine automatische Zielerfassung hat. Dann alle Torpedos manuell anvisieren und abschießen.

Piratentöter: 20 Piratenbosse erledigen. Nach dem PS-4-Update erscheinen die Bosse häufiger. Man kann entweder durch die Systeme fliegen oder an einem Ort bleiben. Es ist egal. Fängt man frühzeitig an, hat man die 20 Bosse am Ende auch zusammen. Gefühlt tauchten die Bosse im schwersten (Jodorowski) System am häufigsten auf.

Der Totenschädel über zwei gekreuten Knochen: Die m.E. mit Abstand nervigste Trophäe. Man suche sich Stationen mit Status "Verbrechen" und absolviere ca. 20-30 Aufträge für die Roten Teufel. Ist der Miliz-Ruf auf neutral, scheint der Ruf der Roten Teufel schneller zu steigen. Es reicht, wenn der Ruf der Roten Teufel auf neutral ist. Man benötigt keine zweite Piraten-Fraktion auf neutral.

Blockadebrecher: Auf der Karten werden Planeten, die unter einer Blockade stehen, mit Ausrufezeichen angezeigt. Einfach das Belagerungsschiff vernichten und schon sollte die Blockade durchbrochen sein. (Zur Not auch Hinweis im Schwarzen Brett beachten)

1 von 1 Lesern fanden diesen Beitrag hilfreich. Was denkst du?

Sehr guter Guide, hat mir geholfen. Hab aktuell ne Fregatte mit 80% MK5 Ausrüstung und gerade die 5 Mio. Trophy bekommen.

14. September 2016 um 18:23 von Froppa melden


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