Naruto: So sähe das perfekte Spiel aus

(Kolumne)

von Ove Frank (15. Mai 2019)

Wer hat denn früher nicht die Fingerzeichen aus Naruto nachgeahmt, um dann seine Lieblingsjutsus gegen seine Freunde/Feinde einzusetzen? Einmal eine Wasserdrachenbombe abfeuern, oder den Gegner mit dem Jutsu der Schattendoppelgänger verwirren, darauf hätten wir doch alle Bock. Da aber nur die wenigsten von uns so etwas draufhaben, müssen wir mit Spielen vorlieb nehmen. Aber wie sähe so ein perfektes Naruto-Spiel aus?

Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4 - Dieser Titel bot Fans schon eine getreue Adaption.

Bereits vor ein paar Tagen hatte ich eine Kolumne darüber verfasst, wie ein MMO im "One Piece"-Universum aussehen könnte, und da es bei euch gut ankam habe ich mal wieder meinen alten Denkapparat da oben angeschmissen und stelle mir nun die gleiche Frage zum nächsten großen Anime-Franchise.

Mit Naruto hat Mangaka Masashi Kishimoto einen Meilenstein in der Manga- und Animelandschaft geschaffen. Der Anime ist weltweit sehr erfolgreich und hat sogar mit Boruto ein eigenes Spin-Off bekommen. Auch sind zahlreiche Spiele auf Kishimotos Grundlage geschaffen worden.

Unter diesen gab es hervorragende Vertreter, wie die Reihe Naruto - Ultimate Ninja, aus der Naruto Shippuden – Ultimate Ninja Storm 4 als ein besonders herausragender Genre-Vertreter gilt. Doch meine Vorstellung vom perfekten Naruto-Spiel sieht ein wenig anders aus.

Naruto Shippuden ist bereits eine beeindruckende Adaption der Haupthandlung.Naruto Shippuden ist bereits eine beeindruckende Adaption der Haupthandlung.

Wie schon bei One Piece stelle ich mir hier ein MMORPG vor, allerdings passt dieses Genre zu Naruto noch besser. Zuletzt konntet ihr in Naruto to Boruto – Shinobi Striker einen eigenen Charakter erstellen, um mit diesem Abenteuer zu erleben, ein Feature, dass sich Fans schon seit Jahren gewünscht hatten.

Shinobi Striker hat mich allerdings schnell wieder ernüchtert. Es ist zwar ein spaßiges und rasantes Online-Prügelspiel, allerdings bietet es recht wenig Abwechslung. Aber eine Welt, in der ihr die Ninja-Laufbahn durchlebt und langsam aber sicher zu einem wahren Meister aufsteigt, das ist es doch, was wir wollen.

Das Szenario

Zum Thema, was ein gutes Anime-Spiel benötigt, haben wir bereits zuvor einen Beitrag verfasst. Diesen findet ihr hier.

Das Spiel sollte ein MMORPG im Stil von World of Warcraft werden, da es sich in diesem Universum besonders anbietet. In einer offenen Welt habt ihr die Möglichkeit, die verschiedenen Reiche zu erkunden, Quests zu verfolgen und in schweren Instanzen und in epischen Schlachten zu kämpfen.

Das Szenario wäre die Naruto-Welt mit den bekannten fünf Reichen sowie den neutralen Gebieten dazwischen. Dementsprechend gäbe es Wälder, Wüsten, Gebirge und Wasserregionen, die ihr erkunden könnt.

Eine frei erkundbare Welt wäre schon toll.Eine frei erkundbare Welt wäre schon toll.

Zeitlich gesehen ist eine Ansiedlung schwierig: Mehrere zeitliche Einbettungen wären möglich. Die aktuelle Boruto-Epoche ist nicht bei jedem beliebt und zudem braucht diese noch Zeit, um sich in der Story zu entfalten. Auch der zweite oder dritte Ninja-Weltkrieg ist schwierig, da die Anzahl an bekannten und beliebten Figuren nur recht spärlich wäre.

Ihr wollt natürlich beliebte Figuren treffen und mit ihnen agieren. Genauso wollt ihr wahrscheinlich auch große Ereignisse, wie die Zerstörung Konohas und den vierten Ninja-Weltkrieg miterleben.

Letzten Endes tendiere ich aber dazu die Rahmenhandlung in den 13 Jahren zwischen Naruto – The Last und Boruto spielen zu lassen. So könntet ihr beliebten Figuren wie Naruto, Sasuke und Kakashi begegnen. Außerdem bietet diese Zeit durchaus Potenzial für gute Geschichten.

In Boruto und den Novels zu Naruto wurde bereits angedeutet, dass es in den letzten Jahren vor der Handlung von Boruto durchaus immer wieder Spannungen zwischen den Dörfern gab. Außerdem könnte auch hier eine neue feindliche Gruppierung, wie dereinst Akatsuki, erneut für Chaos sorgen.

Die Organisation Akatsuki als Gruppierung der Antagonisten ist bei den Fans bis heute sehr beliebt.Die Organisation Akatsuki als Gruppierung der Antagonisten ist bei den Fans bis heute sehr beliebt.

Auch hier könnte mit dem Thema Zeit und alten Ereignissen interessant umgegangen werden, sodass diese zumindest in Form von Instanzen und ähnlichem nachspielbar wären. Ein übergeordneter Antagonist, der die Dörfer gegeneinander ausspielt, ist ebenfalls denkbar.

Das Spielprinzip

Ihr wählt zwischen den fünf Dörfern Konoha-, Suna-, Iwa-, Kiri- und Kumo-Gakure als Fraktion aus und erstellt euch einen Charakter. Ihr fangt als Ge-Nin auf Level eins an und könnt euch bis Level 60 (oder so ähnlich) hocharbeiten.

Schon recht früh wählt ihr aus, ob ihr am liebsten einen Heiler, einen Brawler, einen Supporter oder lieber einen Tank spielen würdet. Freilich könntet ihr auch einen Allrounder erstellen, der von allem etwas beherrscht.

Der Heiler wäre auf Medizin-Jutsus, der Brawler auf Angriffs-Jutsus wie das Rasengan, der Supporter auf Fernkampf-Jutsus, wie die Flammende Feuerkugel und der Tank auf Defensiv-Jutsus wie die Wasserwand spezialisiert. Ist ja auch naheliegend.

Das Prinzip der Charaktererstellung wie in Naruto to Boruto - Shinobi Striker wäre ein essenzieller Bestandteil des Spiels.Das Prinzip der Charaktererstellung wie in Naruto to Boruto - Shinobi Striker wäre ein essenzieller Bestandteil des Spiels.

Bereits nach einigen Quests (circa auf Level 5) würdet ihr euer Hauptelement erlernen, welches ihr dann immer weiter ausbessert. Hierzu könntet ihr aus dem Katon (Feuer), Suiton (Wasser), Fuuton (Wind), Doton (Erde) und dem Raiton (Blitz) auswählen.

Im Verlauf eures Aufstieges würdet ihr dann noch weitere Elemente erlernen (ab Level 20 ein zweites, ab Level 30 ein drittes, ab Level 40 ein viertes und ab Level 50 das fünfte) Ab Level 60 würdet ihr dann, sofern ihr die jeweiligen Elemente angemessen geskillt habt, auch Mischelemente, wie das Lavaversteck erlernen.

Generell gäbe es verschiedene Skill-Bäume, in denen ihr zum einen eure Tai-, Nin-, und Gen-Jutsu-Fähigkeiten, sowie eure Elementar-Kräfte stetig weiterentwickelt, um individuell den Shinobi zu erstellen, den ihr wollt.

Ein wichtiger Aspekt des Ganzen ist natürlich, dass ihr auch in den Ninja-Rängen aufsteigt. Dies soll hier natürlich auch möglich sein. Ab Level 25 und nach einer gewissen Anzahl von C-Rang-Missionen werdet ihr die Möglichkeit haben an der berühmt-berüchtigten Chu-Nin-Auswahlprüfung teilzunehmen.

Irgendwann die Chu-Nin-Weste tragen zu dürfen, wäre schon cool.Irgendwann die Chu-Nin-Weste tragen zu dürfen, wäre schon cool.

Diese wäre eine besonders lange und aufwändige Quest-Reihe an deren Ende ihr im Rang aufsteigt. Dies hat den Vorteil, dass zu mehr Missionen zugelassen werdet und Mehr Geld und besseren Loot erhaltet. Des Weiteren habt ihr dann die Möglichkeit, von weiteren Meistern neue Jutsus zu erlernen. Wie das Jutsu des Vertrauten Geistes.

Um zum Jo-Nin aufzusteigen, werdet ihr auf Level 50 sein müssen, sowie eine Mindestanzahl an B-Rang-Missionen absolviert haben. Außerdem werdet ihr bereits einen gewissen PvP-Rang innehaben müssen. Wenn ihr Jo-Nin seid, könnt ihr an großen Raids sowie großen Schlachten mit den anderen Dörfern teilnehmen.

Mit Level 60 und einer Mindestanzahl an A-Rang-Missionen und einem gewissen PvP-Level steigt ihr dann zum Anbu auf, um Zugriff auf S-Rang-Missionen und exklusive Raids und Ereignisse zu haben. Danach tritt dann der Endgame-Content ein.

Wer zu den Anbu zählt, gehört zur absoluten Elite.Wer zu den Anbu zählt, gehört zur absoluten Elite.

Hier nun könnt ihr in solchen Ereignissen auch Kekei-Genkais, wie das Sharingan, das Eisversteck, oder das Byakugan erlernen, deren Voraussetzungen gewisses Loot von Bossen, sowie dazugehörige Quest-Reihen sind.

Das Spiel würde darauf ausgerichtet sein, mit anderen Spielern eine Gruppe, bestehend aus zwei bis fünf Spielern zu gründen, um am ehesten Erfolg zu haben. So werdet ihr Missionen schneller und effektiver abschließen können, was nötig sein wird, um im Rang aufzusteigen.

Wer diese Interaktion mit anderen Spielern nicht möchte, der kann auch vieles allein erledigen, doch ist es dann deutlich schwerer und dauert dementsprechend länger. Von daher ist es ratsam, sich mit anderen Spielern zusammenzutun, denn wie Kakashi bereits gesagt hat: „Teamwork ist der Schlüssel!“

Auch an PvP soll kein Mangel herrschen: Wer will, der kann den anderen Dörfern in Schlachtzügen gegenüberstehen, oder diese gar überrennen. Auch sonst ist in den neutralen Gebieten zwischen den Dörfern ordentlich PvP-Action angesagt. Wer einen feindlichen Shinobi erspäht, kann diesen auch ausschalten, um Ehre zu erhalten.

Aber auch hier sind dies nur die Gedanken eines Fans, der mal wieder Bock auf ein richtig geiles Naruto-Spiel hat. Was meint ihr? Was habe ich vergessen? Was gilt es weiter zu beachten? Schreibt uns eure Ideen bitte in die Kommentare. Eure Meinung würde uns sehr interessieren!

Tags: Anime  

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