Vorschau Age of Wonders - Planetfall: Galaktische Rundenstrategie im Civ-Stil

von Thomas Stuchlik (19. Juni 2019)

Weg vom Fantasy-Szenario, hin zur Science Fiction: Im vierten Teil von Age of Wonders steht ein drastischer Wechsel an. Doch das komplexe, serientypische Spielprinzip der Rundentaktik bleibt weiterhin erhalten.

Age of Wonders - Planetfall: Das erwartet euch im Spiel

Mit der "Age of Wonders"-Reihe haben sich die niederländischen Triumph Studios bereits einen Namen im 4X- und Strategie-Genre gemacht. Doch zuletzt wurde es still um die Serie, denn der Vorgänger Age of Wonders 3 ist bereits 2014 erschienen. Der Untertitel des kommenden Age of Wonders - Planetfall verrät bereits, dass euch kein mittelalterliches Fantasy-Szenario erwartet.

Diesmal dreht sich alles um die Besiedelung fremder Planeten. Schnell werden dabei die Parallelen zu Genre-Kollegen wie Civilization deutlich. Auch hier breitet ihr euch auf hexagonalen Spielfeldern aus, baut Städte sowie Außenposten und bekriegt euch mit feindlichen Fraktionen. Die zufallsgenerierten Welten sorgen für immer neue Herausforderungen. Denn nicht zuletzt erkundet ihr die umliegenden Gefilde nach Ruinen und alten Technologien.

Bauen, Forschen, Erkunden

Genau wie in Civilization bilden eure erbauten Städte die Grundpfeiler für euer Reich. Schließlich generieren diese Ressourcen, Nahrung sowie gewünschte Einheiten. In den Ansiedlungen baut ihr nicht nur Gebäude wie Fabriken, Biofarmen und Labore, sondern bildet auch Militär-Trupps aus.

Auf der Weltkarte sieht Planetfall ein wenig aus wie Civilization und spielt sich teilweise auch so.Auf der Weltkarte sieht Planetfall ein wenig aus wie Civilization und spielt sich teilweise auch so.

Anfangs sendet ihr Erkundungs-Vehikel aus, um die unbekannte Umgebung zu erforschen. Schnell findet ihr neue Provinzen, die ihr zu euren eigenen macht. Neue Sektoren dürfen auch spezialisiert werden, damit eurem Imperium immer die passenden Ressourcen zur Verfügung stehen.

Daneben legt ihr eure politische Ausrichtung und Strategie fest. In zwei Technikbäumen treibt ihr die Forschung des Sozialsystems und des Militärs voran. Nur so schalten sich neue Produktionen und mächtigere Einheiten frei.

Das Interessante dabei: Vor jeder Partie stehen euch sechs Rassen zur Wahl, deren Spielweise sich drastisch unterscheidet. Die Vanguards sind beispielsweise technikorientierte und militärfreundliche Humanoiden. Das Assembly besteht aus Cyborgs, die kleinen Dvar sind Baumeister riesiger Maschinen, die Kelko sind vormals unterdrückte Insektoiden. Die Amazonen dagegen bauen auf Terraforming und domestizieren Dinosaurier als Kampfeinheiten und Transportmittel.

Anspruchsvolle Rundengefechte

Trefft ihr auf der Weltkarte auf einen Feind, geht es in den Rundenkampf. Jeder Einheit stehen pro Runde drei Aktionspunkte zur Verfügung. Diese investiert ihr zum Bewegen, für Angriffe oder Spezialfähigkeiten. Beispielsweise positioniert ihr Soldaten an einer Engstelle, die Sperrfeuer geben, sobald sich ein Gegner blicken lässt.

Auf den hexagonalen Schlachtfeldern positioniert ihr rundenweise eure Einheiten.Auf den hexagonalen Schlachtfeldern positioniert ihr rundenweise eure Einheiten.

Dabei tun sich viele Parallelen zu den taktischen Schlachten von XCOM auf. Hinter Deckungen sind eure Trupps halb oder vollständig geschützt. Die Trefferwahrscheinlichkeit wird vor jedem Angriff in Prozent angegeben. Außerdem sorgen Anführer und Helden für Spezialattacken. Dank sechs Völkern ist für Abwechslung gesorgt. Denn Vanguards setzen dicke Kampfroboter ein, Amazonen dagegen die bereits erwähnten Dinosaurier.

Letztlich kämpft ihr in frei konfigurierbaren Spielpartien oder in der 20-stündigen Kampagne immer wieder um den planetaren Sieg. Entweder auf militärische Weise, mit bahnbrechender Forschung oder mittels Diplomatie. Wahlweise tretet ihr solo gegen den Computer oder mit bis zu acht Spielern an.

Erstmals erscheint die Taktikreihe nicht nur auf PC, sondern auch auf Konsole. Deshalb haben die Macher auch eine Controller-Steuerung integriert, die sich beim Antesten bereits als intuitiv erweist.

Meinung von Thomas Stuchlik

Ehrlich gesagt hatte ich das altehrwürdige Age Of Wonders überhaupt nicht mehr auf dem Radar. Doch das erste Probespiel von Planetfall war ein Augenöffner. Denn das Taktik-Epos verfügt über alle nötigen Elemente: Auf der einen Seite motiviert das Erforschen und Expandieren eures Imperiums. Auf der anderen Seite sorgen die fordernden Rundenkämpfe für Nervenkitzel. Angriff, Rückzug, in Deckung gehen, Flankieren – jede Aktion will genau geplant werden.

Serienkenner sehen den neuen Teil vielleicht kritisch. Schließlich katapultiert euch Planetfall überraschend ins "Science Fiction"-Genre. Allerdings wirken die spielbaren Völker sowie die Kampagnen-Story durchdacht und gut abgestimmt. Spannend wird es auch für Xbox- und PS4-Spieler, die erstmals in den Genuss der Strategie-Saga kommen. Ab 6. August dürft ihr euer galaktisches Imperium aufbauen.

Tags: Singleplayer  

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